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Klassische Philatelie und Postgeschichte

Länder- und Epochen-übergreifende Literatur zur Altbriefkunde

      Die postgeschichtliche Literatur besteht zum grössten Teil aus spezialisierten Monographien, die sich meist mit einer Epoche, einem Gebiet oder einer anderen „Spezialität“ (etwa der Ballonpost in Frankreich oder den Free Franks in Grossbritannien) beschäftigen.

      Es gibt aber auch Bücher, die Sie interessieren könnten, egal, ob Sie französische Armeepost oder niederländische Altbriefe sammeln. Einige solche Titel aus meiner Bibliothek zeige ich Ihnen hier.

van der Linden: Marques de Passage van der Linden: Marques de Passage
James Van der Linden:
Marques de Passage – Postvertragsstempel
(Luxusausgabe in grösserem Format, 25 Exemplare)

Soluphil, Paris, Luxemburg 1993
James Van der Linden:
Marques de Passage – Postvertragsstempel (mit Supplement)
Soluphil, Paris, Luxemburg 1993
van der Linden: Marques de Passage

      Ein für Altbriefsammler unverzichtbares Standardwerk, das wahrscheinlich ohnehin allen Lesern, die sich so für das Thema interessieren, dass sie diese Seite anschauen, mindestens bekannt ist, das sie aber wahrscheinlich selbst im Regal stehen haben. Die Luxusausgabe spricht mehr die Bibliophilen an, da ihr das in der Normalausgabe enthaltene Supplement fehlt.
      Zwar finden Sie bei Auktionen immer wieder einmal bei einem Los den Vermerk „bei vdL nicht bekannt“, aber den weitaus grössten Teil der im Sammleralltag auftauchenden Stempel können Sie mit diesem Buch einordnen.

 

Deninger: Handbuch der abgekürzten vorphilatelistischen Stempel

Hermann Deninger:
Handbuch der abgekürzten vorphilatelistischen Stempel
Georg Amm, Nürnberg 1963
 
      Diesen Band kann man als Vorläufer des oben gezeigten Werks von Van der Linden ansehen. In ähnlicher Weise hat Deninger hier 30 Jahre vorher begonnen, die Stempel der Vormarkenzeit zusammenzustellen, um den Postgeschichtlern eine umfassende Referenz an die Hand zu geben. Zu meinem Exemplar gehört noch ein als „1. Nachtrag“ betiteltes maschinengeschriebenes Manuskript; über allfällige spätere ergänzte Auflagen ist mir allerdings nichts bekannt.

 

Kumpf-Mikuli: Neue Briefe über alte Kumpf-Mikuli: Neue Briefe über alte

Anton F. Kumpf-Mikuli:
Neue Briefe über alte. I: Die Poststempel
Verlag „Die Postgeschichte“ G.m.b.H., Wien 1931
 
      Ein Klassiker zum Thema Altbriefkunde ist dieses Buch aus der Feder eines der „Väter der Postgeschichte“. Kumpf-Mikuli hat sehr viel für die Etablierung der Altbriefe in der Philatelie getan; dieses Buch ist damit gleichermassen für Freunde der Postgeschichte wie der Philateliegeschichte interessant.
      Der etwas eigenartige Titel lässt sich mit dem Stil des Buches erklären: Kumpf-Mikuli hat das Werk als eine Reihe von Briefen (eben die „neuen“) gestaltet, die er an einen fiktiven Freund schreibt, in denen er diesem das Wesen der „alten Briefe“ nahebringt. Auch heute werden Sie dieses Buch – aus dem ich in der Einleitung zu dieser Sektion zitiert habe – noch mit Vergnügen und Gewinn lesen!

 

AEP: Opus XI AEP: Opus XIII

Autorenkollektiv
Opus
Académie Européenne de Philatélie (Hrsgb.)
 
      Die Académie Européenne de Philatélie (kurz AEP) gibt seit 2001 jährlich einen „Opus“-Band heraus; die Bände sind chronologisch nummeriert. Während die ersten Ausgaben noch thematisch sehr gemischte Sammlungen von sehr guten Artikeln waren, gab es 2006 (Opus VI) erstmals zwei Schwerpunktthemen; seit 2007 (Opus VII) hat jede Ausgabe jeweils nur noch ein Thème central. (Ein Inhaltsverzeichnis der bisher erschienenen Ausgaben finden Sie auf der → AEP-Website.) Die Artikel der Opus-Bände sind in englischer oder französischer Sprache, den beiden offiziellen Sprachen der Akademie, verfasst.
      Die beiden oben gezeigten Bände sind die bisher einzigen dieser Reihe in meiner Bibliothek, da sie zu meinen Sammelgebieten passen: Opus XI widmet sich der Postgeschichte und Philatelie Spaniens, in Opus XIII wird Griechenland behandelt. Ältere Bände sind nur noch antiquarisch zu bekommen; die Opus-Bände sind immer kurz nach Erscheinen ausverkauft.

 

Kumpf-Mikuli: Der Brief als kulturgeschichtliches Studien- und Sammelobjekt

Anton F. Kumpf-Mikuli:
Der Brief als kulturgeschichtliches Studien- und Sammelobjekt
Savo-Verlag, Wien 1948
 
      Noch einmal der Altmeister der alten Briefe: Dieser erst nach dem Krieg erschienene kleine Band ist eine Einführung in das Gebiet, die Sie heute noch einfach (und zu einem deutlich geringeren Preis als das oben aufgeführte Buch) finden. Sie können auch die zweite Auflage erwerben (Ethnos-Verlag Genf, New York, Buenos Aires 1949), die inhaltlich unverändert blieb.
 
Unten:
Als bibliophiler Philatelist und Postgeschichtler sucht man natürlich eines der 250 nicht in den Verkauf gekommenen signierten Exemplare der ersten Auflage.

Kumpf-Mikuli: Der Brief als kulturgeschichtliches Studien- und Sammelobjekt

 

De Clercq: Tarieven en Porten De Clercq: Tarieven en Porten

Leo De Clercq:
Tarieven en Porten. Deel I
Selbstverlag des Autors 1991
 

      Das Angebot des Antiquars sagt eigentlich alles: „Studie des bekannten belgischen Postgeschichtlers in flämisch über die Posttarife von Vorphilabelegen von Belgien, Niederlande, Frankreich, Schweiz, Italien des Zeitraumes 1818–1845, 492 S., mit unzähligen Belegabbildungen, dazu ausführliche Erläuterungen, nur im Eigenverlag erschienen, sehr kleine Auflage, im Handel angeboten ab und zu die broschierte Ausgabe, hier die noch seltenere Ganzleinen-Ausgabe.“ Da die genannten Länder zum grössten Teil meine Sammelgebiete sind, konnte ich hier natürlich nicht widerstehen und freue mich über eine umfassende Dokumentation über die Postgeschichte vom frühen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Da ein grosser Teil des Inhalts aus Tabellen und Listen besteht, gibt es bei diesem flämischen Band auch keine Sprachprobleme.

 

Janssen: De Pariteit van Munten in de Postgeschiedenis / 1700–1875

Leonard H.J. Janssen:
De Pariteit van Munten in de Postgeschiedenis / 1700–1875 / Parity of Currencies in Postal History
Leonard H.J. Janssen (Hrsgb.), Bocholt (B) 2001
 
      Dieses Buch brauchen Sie, wenn Ihnen in der Welt der Pfennige, Pence, Sous und Grana irgendwann die Übersicht verloren geht. Die Zeit ab 1700 dürfte für die meisten Altbriefsammler ausreichen; für die Einordnung noch älterer Währungseinheiten müssen Sie dann auf die numismatische Fachliteratur zurückgreifen.

 

Fryer/Whiteside: The Silver Yardstick

Gavin Fryer und John Whiteside:
The Silver Yardstick: 1840–1871. Currencies applied to Postal Rates in the Nineteenth Century
The London Philatelist, Volume 112, December 2003, Supplement
 
      Eine interessante Analyse von Währungs- und Porto-Paritäten im Zeitraum von der Einführung der Briefmarke bis zur Gründung des Weltpostvereins. Die Autoren haben, entsprechend den meisten damals verwendeten Währungen, den Silberstandard zugrunde gelegt.

 

Sieblist: Die Post im Auslande

Otto Sieblist:
Die Post im Auslande
4., umgearbeitete und vermehrte Auflage, Verlag von Julius Springer, Berlin 1909
 
      Ein echter Klassiker, dessen Popularität Sie daran erkennen, dass 1909 schon die vierte (!) Auflage erschien. Sieblists Buch gibt einen Überblick über das Postwesen praktisch aller Länder: Währungen, Tarife, Postorte.

 

Frost: The Development of European Forwarding Agents Rowe: The Postal History and Markings of the Forwarding Agents
Patrick Frost:
The Development of European Forwarding Agents
Christie’s-Robson Lowe, London 1987
Kenneth Rowe:
The Postal History and Markings of the Forwarding Agents
3. Auflage, Leonard H. Hartmann, Louisville 1996

      Die gerade einmal 16 Seiten umfassende Broschüre von Frost ist eine kleine Einführung zum Thema forwarding agents, dürfte allerdings für Sammler von Belegen der auf dem Titelblatt aufgeführten Regionen bereits etliche nützliche Informationen bieten.
      Das Buch von Rowe dagegen ist eine umfassende Darstellung und das Standardwerk zum Thema; wenn Sie sich ernsthaft dafür interessieren, ist es eines der Bücher, die in Ihre postgeschichtliche Bibliothek gehören.

 

DASV: Rundbrief / DASV: Postgeschichte und Altbriefkunde

Deutscher Altbriefsammler-Verein e.V.:
Rundbrief und Zeitschrift „Postgeschichte und Altbriefkunde“
DASV; → www.dasv-postgeschichte.de
 
      Eine Mitgliedschaft im DASV lohnt sich für Altbriefsammler auf jeden Fall. Mitglieder erhalten die beiden oben gezeigten Publikationen, den Rundbrief und die hervorragende Zeitschrift „Postgeschichte und Altbriefkunde“. Ausserdem bietet der DASV mit dem → Projekt Postverträge auf seiner Website Zugriff auf mehr als 2000 Dokumente, die Sie sonst sehr mühsam in Bibliotheken suchen müssten.
      Unbedingt empfehlenswert!


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Erste Veröffentlichung am 2. September 2013, letzte Bearbeitung am 2. September 2013.


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