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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Schweiz

Woher haben die „Strubel“ ihren Namen?

      Die 1852 erschienene Ausgabe „Sitzende Helvetia ungezähnt“ („Helvetia assise non dentelée“) zeigt die „Sitzende Helvetia mit Speer und Wappenschild“. Woher kommt der Name „Strubel“ oder, ganz liebevoll, „Strubeli“, für diese Marken?

      Helvetias Kopf ist von einem Lorbeerkranz umgeben, der auf Marken in gutem Zustand auch als solcher erkennbar ist.
      Betrachtet man die Marken aus einer gewissen Entfernung, oder schaut man sich eine Marke mit nicht mehr gut erhaltenem Prägedruck an, sieht Helvetias Siegerkranz allerdings eher wie eine „verstrubbelte“ Frisur aus (vgl. „Struwwelpeter“), und so kam es zur Bezeichnung „Strubel“ – also etwa „Wuschelköpfchen“ und sicher eine sympathischere Bezeichnung als „die Frau mit den ungekämmten Haaren“.

Strubel
Nach einem Strahlenkranz sieht das tatsächlich nicht aus …

      Interessant ist, dass es diese Bezeichnung nur im Deutschen gibt, ein französisches Äquivalent ist mir nicht bekannt. Bei Briefmarkenbörsen in der Schweiz sind die entsprechenden Alben der deutschsprachigen Händler mit „Strubel“ beschriftet, die der Händler aus der Romandie, dem französischsprachigen Landesteil, einfach mit „Rappen“, denn im Französischen sind die „Strubel“ schlicht als „les Rappen“ bekannt. Auch das ist nicht unlogisch, denn die „Strubel“ waren mit der Währungsangabe „Rappen/Centimes/Centesimi“, mit dem Wort „Rappen“ an prominentester Stelle, bezeichnet, während die vorher in der Romandie verwendeten Marken nur „Centimes“ als Wertangabe hatten (s. dazu auch „Einleitung zu den klassischen Ausgaben“).


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Erste Veröffentlichung am 12. Juni 2005, letzte Bearbeitung am 1. Januar 2016.


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