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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Griechenland – Hermesköpfe

Die kleinen Hermesköpfe
1.) Belgischer Druck (1886 – 1895)     (Hellas Nr. 61 – 72)

      Im Jahre 1886 erschienen die Nachfolger der zu diesem Zeitpunkt 25 Jahre alten grossen Hermesköpfe. Nach einem Entwurf von H. Hendrick (gestochen von A. Doms) wurden die ersten Marken der neuen Ausgabe in der belgischen Regierungsdruckerei in Mecheln hergestellt.
      Das Hauptmotiv, der Hermeskopf, wurde beibehalten, allerdings in Relation zur Gesamtgrösse der Marke verkleinert, während die bei den Vorgängern sehr kleinen Wertziffern wesentlich vergrössert wurden (was im Postalltag sicher praktischer war).
      Im direkten Vergleich der beiden Ausgaben erkennt man am deutlichsten den Ursprung der philatelistischen Bezeichnungen grosse und kleine Hermesköpfe:

Vergleich grosser und kleiner Hermeskopf
Motivvergleich: Grosser (links) und kleiner (rechts) Hermeskopf

      Mit der neuen Ausgabe gab es erstmals auch regulär gezähnte Marken. (Die grossen Hermesköpfe wurden nur geschnitten verausgabt; vorkommende Zähnungen sind nicht amtlich.)
      Alle kleinen Hermesköpfe des belgischen Drucks gibt es geschnitten. Die 40- und 50-Lepta-Werte und die 1-Drachme-Marke wurden offiziell auch 11½ gezähnt, die niedrigen sechs Werte inoffiziell. Diese sechs Katalognummern (Hellas 61 – 66) haben im Hellas-Katalog die Bezeichnung „D“ nach der Katalognummer. Ausserdem gibt es alle neun Werte noch mit inoffizieller Zähnung 13½, im Hellas-Katalog mit „E“ bezeichnet. Der Vollständigkeit halber: „C“ ist die nur beim 1-Drachme-Wert vorkommende, sehr seltene Zähnung 13¼, „A“ und „B“ gibt es nicht. Eine Übersicht über die verschiedenen vorkommenden Zähnungen gibt es auf einer eigenen Seite.

Kleine Hermesköpfe, belgischer Druck, geschnitten
Kleine Hermesköpfe, belgischer Druck, geschnitten
(Hellas Nr. 61 – 69)

      Am 1. April 1886 erschienen die Marken in den Wertstufen 25 Lepta, 50 Lepta und 1 Drachme; im Februar 1888 folgten die übrigen Nominale.
      Die Marken wurden in Druckbögen zu 300 Stück (6 Bögen à 50 Marken) auf qualitativ sehr gutem Papier gedruckt. Die Kontrollziffern entfielen.

      Ich zeige Ihnen hier exemplarisch an der 40-Lepta-Marke (geschnitten und gezähnt 11½) die Charakteristika des belgischen Drucks:

Kleine Hermesköpfe, belgischer Druck, 40 Lepta geschnitten Kleine Hermesköpfe, belgischer Druck, 40 Lepta gezähnt 11½
Hellas Nr. 67 Hellas Nr. 70

      Der Farbauftrag ist sehr homogen. Die Schattierungslinien am Kinn und im Nacken sind fein, sie fliessen nicht zusammen. Das Papier ist von sehr guter Qualiät.
      Insgesamt ist diese erste Ausgabe, wie der Pariser Druck der grossen Hermesköpfe, die qualitativ beste.


Die Ausgaben der kleinen Hermesköpfe im Detail:
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2.) Athener Druck, 1. Periode (1889 – 1891)
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Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 31. Dezember 2010, letzte Bearbeitung am 31. Dezember 2010.


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