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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Einleitung

Drucktechniken klassischer Ausgaben – Hochdruck

      Die „klassische“ Technik des Hochdrucks, seit Gutenberg bekannt und heute noch bei Ihrem Adressen-Stempel verwendet, ist der Buchdruck. Das zu druckende Motiv ist über den Stempel erhaben (daher Hochdruck); diese Teile werden eingefärbt, dann wird der Stempel auf das Papier gedrückt:

Buchdruck

      Kennzeichen des Buchdrucks sind die nie wirklich „messerscharfen“ Kanten – es ist fast immer eine ganz leichte Unschärfe, ein „Verschmieren“, erkennbar – und der leicht durchschlagende Druck: Das Aufpressen des Stempels auf das Papier führt zu leichten Eindrücken, die oft auf der Rückseite der Marke als „Schatten“ erkennbar sind.

      Nutzt man diese Eigenschaft des Buchdrucks als eigenes Verfahren mit noch verstärktem Anpressdruck, aber ohne Farbauftrag, erhält man eine andere Hochdrucktechnik, den Prägedruck. Dabei wird nach dem Farbauftrag mit einem „trockenen“ Stempel das Motiv – üblicherweise von hinten, so dass an der Vorderseite ein erhabenes Relief entsteht – in das Papier eingeprägt:

Prägedruck

      Typische Merkmale des Buchdrucks lassen sich sehr schön an der in der Einleitung erwähnten ersten Kirchenstaat-Ausgabe zeigen. Beachten Sie die teilweise unterbrochenen Randlinien und die nie ganz scharfe Darstellung in den Details des päpstlichen Wappens. Auf der Rückseite erkennt man das Durchscheinen des Druckbildes.

Kirchenstaat Sassone 4A
Kirchenstaat 3 Bajocchi chromgelb (1863), Sassone Nr. 4 A
(Grosse Bilder der Vorderseite (1515x1107, 1,8 MB) und Rückseite (1485x1113, 1,1 MB))
Kirchenstaat Sassone 4A

      Ein bekanntes Beispiel für kombinierten Buch- und Prägedruck ist die „Basler Taube“. Neben aufwändigem dreifarbigem (schwarz/rot/blau) Druck ist hier zusätzlich das zentrale Motiv, die Taube, in farblosem Prägedruck ausgeführt. Bei allen Marken mit Prägedruck ist die Erhaltung des Reliefs ein wichtiges Qualitätskriterium; die Abbildung zeigt links ein Fournier-Faksimile einer Basler Taube, rechts einen perfekten zentralen Prägedruck:

Basler Taube - Faksimile von Fournier Basler Taube - zentraler Prägedruck

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Erste Veröffentlichung am 12. Juni 2005, letzte Bearbeitung am 12. Juni 2005.


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