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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Einleitung

Warum soll man klassische Marken sammeln?

      Um es vorweg zu nehmen: Es gibt viele Gründe, sich als Philatelist den klassischen Ausgaben zu widmen, aber einen sollten Sie, egal, was man Ihnen erzählt, ganz schnell vergessen: Sammeln Sie Klassik, warum auch immer Sie wollen, aber nicht als Kapitalanlage!
      Der noch in den Sechzigern gehörte Spruch von der Briefmarke als „Aktie des kleinen Mannes“ ist längst überholt; auch der kleine Mann hat inzwischen seine Erfahrungen mit richtigen Aktien, und wohl mehrheitlich nicht die besten …
      Natürlich behalten absolute Spitzenstücke ihren Wert, aber die Verzinsung lässt zu wünschen übrig. Die durchschnittliche Sammlung eines durchschnittlichen Sammlers (also etwa von jemandem wie mir) wird aber bei einem Verkauf, zumal, wenn er schnell erfolgen muss, wenn man wirklich einmal dringende Liquiditätsprobleme hat, kaum die Investition wieder herein bringen. Also: Sammeln Sie zu Ihrem Vergnügen, aber vergessen Sie alles, was mit der Idee „Mit Briefmarken reich werden“ zu tun hat.

      Ich habe zu diesem Thema im Forum Basler Taube einige Beiträge geschrieben und dort Beispiele genannt, wie man mit Briefmarken ganz schnell viel Geld verlieren kann. Die entsprechende Diskussion finden Sie → in diesem Thread.

      Worin also liegt der Reiz der klassischen Philatelie, warum interessiert sich ein Sammler für diese alten Ausgaben? Es gibt verschiedene Gründe, warum man zum Klassik-Philatelisten wird:

      Das Sammeln klassischer Marken ist übrigens, entgegen einer weit verbreiteten Ansicht, keineswegs nur ein Vergnügen für gut situierte Philatelisten. Mit dem, was manche Sammler z. B. für die erwähnten Automatenmarken ausgeben, kann man sich im Laufe der Zeit schon eine schöne klassische Sammlung aufbauen.
      Dazu eine aktuelle Ergänzung: Im Briefmarkenspiegel erschien im Januar-Heft 2008 ein Artikel, in dem es u. a. heisst „Es ist schon erstaunlich, welchen finanziellen Aufwand viele Sammler treiben, wenn es um die Beschaffung von Neuheiten geht. Für die Kartonphilatelie etwa oder für Fluten von Ganzsachen auf Privatbestellung […] werden stattliche Beträge hingeblättert, die zwangsläufig an anderer Stelle fehlen.“ Entsprechend lautet die Schlussfolgerung „Der Philatelist sollte sich nicht in Nebensächlichkeiten verlieren und dabei die Komplettierung der Sammlung nach rückwärts versäumen.“

      Der eigentliche Spass am „Klassik sammeln“ hat überhaupt mit Geld gar nicht so viel zu tun, wie man vielleicht denkt: In jedem Katalog renommierter schweizerischer oder deutscher Auktionshäuser finden Sie jederzeit eine Auswahl von „Doppelgenf“, „Basler Tauben“ oder „Sachsendreiern“. Der Besitz solcher Stücke ist lediglich eine Frage Ihrer finanziellen Möglichkeiten; wenn Sie sich diese Marken leisten können und sie haben wollen, lässt sich das in wenigen Wochen erledigen. Versuchen Sie aber einmal, die im Katalog gar nicht hoch notierten amtlichen Neudrucke der württembergischen Kreuzerausgaben zu finden – das ist wesentlich schwieriger. Die „Jagd“ nach solchen Stücken bereitet ungleich mehr Vergnügen als das Ausfüllen eines Schecks!


Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 12. Juni 2005, letzte Bearbeitung am 25. Dezember 2007.


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