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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Einleitung

Zubehör – Drucker-Test: Epson Stylus Photo R2880

      Aktualisierung Dezember 2015: Der hier vorgestellte Drucker ist inzwischen nicht mehr lieferbar. Epson hat ein Nachfolgemodell auf den Markt gebracht, den → Epson Stylus Photo R3000 (und auch dieser wird irgendwann wieder einen Nachfolger bekommen …).
      Ich hatte überlegt, diese Seite zu löschen, habe mich dann aber entschieden, sie doch auf meiner Site zu belassen, denn die grundsätzlichen Überlegungen (bedruckbares Format, Grösse und Gewicht des Geräts) sind nach wie vor gültig.
 

Epson Stylus Photo R2880
Zwölf Kilo philatelistisches Arbeitsgerät

      Ein Drucker-Test auf einer Philatelie-Website? Zugegeben, auf den ersten Blick sieht das nach „Thema verfehlt“ aus, denn klassische-philatelie.ch ist schliesslich keine Computer-Site.
      Andererseits ist der PC für den Philatelisten im 21. Jahrhundert ein alltägliches Werkzeug: Online-Kataloge und Diskussionsforen sind heute ebenso selbstverständliche Aspekte unseres Hobbys wie Scanner zur Dokumentation und Datenbanken zur Verwaltung der Sammlung.

      Im November-Heft 2008 der Berner Briefmarken-Zeitung (BBZ) fand ich einen Test diverser Drucker, die für das Bedrucken von Sammlungsblättern geeignet sind, und zwei Stunden, nachdem ich diesen gelesen hatte, stand der Testsieger bei mir zu Hause.

      Wer seine Sammlung nicht auf Blättern im A4-Standardformat, sondern auf Seiten aufbaut, die in die diversen Ring-, Klemm- oder Drehstabbinder der grossen Albenhersteller passen, hat ein Problem: Diese Blätter sind deutlich grösser als A4. Ich zeige Ihnen exemplarisch die Blätter „meiner“ Albenmarke, Leuchtturm:

Leuchtturm Blanko-Blätter
Leuchtturm Blanko-Blätter (Screenshot der → Leuchtturm-Website vom 25. 1. 2009)

      Mit 270x297 mm passen diese Blätter in keinen A4-Drucker. Schon vor 15 Jahren habe ich mir deshalb erstmals Gedanken über die Anschaffung eines A3-Plotters gemacht; die Umsetzung dieser Idee scheiterte damals an den Preisen, die für solche Geräte verlangt wurden. Mit der zunehmenden Verbreitung der Digitalfotografie hat nun aber in den letzten Jahren eine neue Generation von hoch auflösenden Tintenstrahldruckern, den „Fotodruckern“, den Markt erobert, und plötzlich ist A3+ kein Problem mehr.

      Der Testsieger des BBZ-Artikels, der Epson Stylus Photo R2880, ist ein Spitzengerät in dieser Klasse; die EISA (European Imaging and Sound Association) wählte ihn zum → European Photo Printer 2008/2009.

      Vor der Anschaffung eines solchen Geräts sollten Sie einen geeigneten Standplatz suchen; ein A3-Drucker ist schon fast ein kleines Möbel. (Ich weiss, wovon ich rede – ich habe den Drucker gekauft und erst dann festgestellt, dass ich ein echtes Platzproblem habe.) Hier die Abmessungen des Epson R2880:

Epson Stylus Photo R2880 – Abmessungen
Reine Standfläche:
      a: ca. 31 cm
      b: ca. 62 cm
Höhe mit Blatteinzug:
      c: ca. 43 cm
Tiefe von Hinterrand Blatteinzug bis Vorderrand Blattablage:
      d: ca. 80 cm

      Das Gerät erlaubt den Einzug von bis zu 1,3 mm dickem Papier; damit sind Albumblätter kein Problem. Für solche dicken Papiere erfolgt der Einzug von vorne, an der Rückseite des Gerätes ist beim Aufstellen also auch noch ausreichend Platz für den Auswurf des bedruckten Blattes zu berücksichtigen! Dieser spezielle Papierweg ermöglicht einen geraden Transport des Blattes ohne irgendwelche Umlenkbewegungen über Walzen oder Rollen. Da es an der Vorderseite keinen Papierschacht gibt, müssen solche Blätter einzeln zugeführt werden.

      Ich habe den R2880 zunächst an meinem MacBook Pro installiert. Die Aufbauanleitung ist sehr dürftig, gerade einmal zwei Seiten mit Bildern ohne Text. Das führte dazu, dass ich zunächst den Einzug für Einzelblätter an der Geräterückseite, der für spezielle Fotopapiere von Epson gebraucht wird, für den „normalen“ Einzug hielt. Tatsächlich muss man ihn aber gar nicht installieren; der Blatteinzug ist eingebaut.
      Für die acht Einschübe für Tintenpatronen (verbraucherfreundlich – man muss jeweils nur eine Farbe ersetzen) werden neun Patronen mitgeliefert; Epson lässt Ihnen die Wahl, matte black oder photo black zu verwenden. Letzteres ist allerdings nur für Fotodrucke auf speziellem Papier gedacht; für normalen Textdruck ist matte black die richtige Wahl.

      Zur Ausstattung dieses Druckers, die nicht unbedingt für Philatelisten relevant ist, aber erwähnt werden sollte, gehören ein Einschub für das Bedrucken von CDs und DVDs, Rollen für die Verwendung von Endlospapier und das mitgelieferte Adobe Photoshop Elements (Version 5.0 für Windows XP/Vista und 4.0 für MacOS). Angenehm ist das extrem leise Arbeitsgeräusch; der Blatteinzug verursacht mehr Lärm als der Druckvorgang.

      Die Treiber hatte ich von der mitgelieferten CD installiert. Anfangs bekam ich ständig eine Fehlermeldung (connection error), bis ich auf die Idee kam, einen aktuellen Treiber von der Epson-Website herunterzuladen, und siehe da: Alles funktionierte bestens! Für die anschliessende Installation auf meinem Windows-XP-Rechner habe ich dann auf die CD verzichtet und gleich aktuelle Treiber geladen, und damit dauerte es vom hardwaremässigen Anschluss (USB 2.0; ein Kabel gehört übrigens nicht zum Lieferumgang, es muss separat gekauft werden) bis zum ersten Ausdruck gerade einmal rund 10 Minuten.

      Qualitativ sind die Ausdrucke hervorragend; dieser Drucker hat seine Auszeichnungen wirklich verdient. Wenn Sie Albenseiten selbst gestalten wollen und auch noch Digital-Fotograf sind, treffen Sie mit diesem Gerät ganz sicher eine gute Wahl.


Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 25. Januar 2009, letzte Bearbeitung am 21. Dezember 2015.


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