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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Übersicht zum Jahreswechsel 2010/2011

Entwicklung, Fakten, Zahlen

      Rund 600 Besucher mehr als im letzten Jahr konnte klassische-philatelie.ch im Jahr 2010 begrüssen – ich gehe davon aus (worin ich auch in vielen E-Mails bestärkt werde), dass es sich um einen inzwischen weitgehend konstanten, treuen Leserkreis handelt.

Besucherstatistik 2010 Besucherstatistik 12/2009 – 11/2010:
5404 Besucher interessierten sich im letzten Jahr für diese Website.
 
(Statistik: → SiteMeter)

      Nach wie vor bediene ich ganz sicher nicht den philatelistischen Mainstream; die Übersicht über die angefragten Suchbegriffe zeigt, dass viele Sammler das Konzept klassische Philatelie offenbar nicht wirklich einordnen können: Wer nach Begriffen wie „Olympiade München 1972“, „Fussball“ oder „Blumen“ sucht, wird hier sicher nie fündig werden. (Sehr langfristig – sicher nicht vor 2015 – könnte tatsächlich einmal eine thematische Sammlung auf dieser Site auftauchen, aber dazu muss ich die beste Ehefrau von allen noch überreden, ihr Sammelgebiet hier vorzustellen …)
      Zu den besonders erfreulichen Erlebnissen zählten für mich im letzten Jahr die Sindelfinger Briefmarkenbörse – wenn man von den Vertretern etwa des → DASV und des → BDB am Stand hört „natürlich kenne ich Ihre Site“, ist das für einen Website-Betreiber schon ein „Aufsteller“ (wie man bei uns sagt) – und wieder einmal zwei Erwähnungen in der philatelistischen Fachpresse (1).

      Mit Österreich und – endlich – den griechischen Hermesköpfen kamen in diesem Jahr zwei neue Gebiete auf diese Site. Die Hermesköpfe waren ja schon lange angekündigt, trotzdem ist das Gebiet bei weitem noch nicht vollständig abgedeckt: Zwei Seiten zu den kleinen Hermesköpfen sind im Moment noch eher als Platzhalter zu sehen; die Seiten sind wegen der internen Navigation in dieser Sektion schon angelegt, aber die Inhalte müssen noch ergänzt werden. Neben Details zu den kleinen Hermesköpfen fehlen ausserdem noch Übersichten über die Stempel; auch die Postgeschichte verdient sicher noch eine nähere Betrachtung. Dazu dürfen Sie in der nächsten Zeit (in Jahren gerechnet) noch einige Ergänzungen erwarten. Trotzdem sind die derzeit 27 Seiten und rund 100 Abbildungen in der Hermeskopf-Sektion für diese Site ein Rekord; noch nie habe ich eine neue Sektion in diesem Umfang eingestellt.

      Zunehmend fasziniert mich neben der Marke als primärem Objekt der Philatelie der ganze Brief, und zunehmend bin ich von den als „Altbriefen“ bekannten markenlosen Briefen, also der Vormarkenzeit, begeistert. Diese Entwicklung und den von diesen Belegen ausgehenden ganz speziellen Reiz der Postgeschichte habe ich zum Thema der diesjährigen Gedanken zum Jahreswechsel gemacht.

      In diesem Jahr gibt es ausserdem erstmals (und ab jetzt regelmässig) eine neue Rubrik unter dem Titel „philatelistisches Bücher-Trio“. Als Literatursammler kommen bei mir im Laufe eines Jahres üblicherweise mehr Bücher als Marken oder Belege in die Sammlung; diese neue Seite zeigt die drei Titel, die ich aus verschiedenen Gründen – bibliophiles Sammlerstück, wertvolle Ergänzung zu einem Sammelgebiet – als die wichtigsten Ergänzungen meiner Bibliothek im abgelaufenen Jahr einstufe.

      Was kommt 2011? Natürlich geht es mit den Hermesköpfen weiter, aber es wird auch eine Erweiterung geben, die über das Einrichten einer neuen Ländersektion deutlich hinausgeht. Erste Vorarbeiten dazu sind schon erledigt, so dass ich davon ausgehe, meinen Zeitrahmen einhalten zu können: Spätestens zum Jahreswechsel 2011/2012 soll es soweit sein. Lassen Sie sich überraschen!

 

Und zum Schluss …

       noch ein Ereignis aus dem Jahr 2010, das zwar nicht diese Website, aber unser Thema klassische Philatelie betrifft: „Wie heisst die erste deutsche Briefmarke, die 1849 in Bayern herausgegeben wurde? A: Schwarzer Einser, B: Roter Zweier, C: Gelber Dreier, D: Blauer Vierer?“
      Als Leser dieser Website werden Sie wahrscheinlich diese Frage zur philatelistischen Allgemeinbildung zählen und, zumal in Deutschland, etwa auf dem Niveau „philatelistische Grundschule“ einordnen, oder irre ich mich? Nun, bei der von Günther Jauch auf dem deutschen Sender RTL moderierten Ratesendung „Wer wird Millionär?“ war dies die → entscheidende Frage, die dem Kandidaten den Spitzengewinn von einer Million Euro sicherte!

      Dass diese Fernsehsendung jetzt einen Interessensschub an klassischer Philatelie auslöst, glaube ich zwar nicht (böse gesagt: Schon gar nicht bei RTL; da wären Arte oder 3sat eher geeignet gewesen), aber wenn sich der eine oder andere Zuschauer einmal an seinen Computer gesetzt und aus purer Neugierde nach „schwarzer Einser“ gegoogelt hat, hat es dann ja vielleicht doch etwas für unser Hobby gebracht. Mein Vorschlag übrigens, der dann wirklich eine höhere Summe wert wäre: Liebes RTL-Team, fragen Sie doch einmal nach der ersten schweizerischen Briefmarke und bieten Sie statt drei frei erfundenen Begriffen die Antworten an: „A: Doppelgenf, B: Basler Taube, C: Zürich 4, D: Neuenburg“. Das wäre wenigstens einmal, zumal in Deutschland, eine Herausforderung!
      Da Sie alle, liebe Leserinnen und Leser, diese Frage aber sicher problemlos beantwortet hätten, gratuliere ich Ihnen allen zum gefühlten Millionengewinn zum Jahreswechsel! Legen Sie das Geld gut an, vielleicht in Doppelgenf, Basler Tauben und Zürich 4 …


Fussnoten:

  1. The Philatelic Journalist (Zeitschrift der AIJP), Nr. 133, September 2010
    Philatelie (Zeitschrift des BDPh), Nr. 402, Dezember 2010

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Erste Veröffentlichung am 31. Dezember 2010, letzte Bearbeitung am 31. Dezember 2010.


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