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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Die erste Ausgabe Norwegens

Neudrucke der Nr. 1

      Neben dem Sammeln von philatelistischer Literatur gilt mein besonderes Interesse, wie schon an anderer Stelle erwähnt, Neudrucken klassischer Ausgaben. Zum Gebiet Norwegen kam ich, weil sich hier beide Schwerpunkte meines philatelistisches Interesses ideal kombinieren lassen: Es gibt schöne alte Bücher in geringer Auflage, die Neudrucke (unter anderem) der Nr. 1 beinhalten.

      Die beste Übersicht über die Neudrucke finden Sie bei Tuffs. Den drei „klassischen“ Neudrucken von 1914, 1924 und 1963 ist gemeinsam, dass sie von Klischees vom Urstein auf Papier ohne Wasserzeichen gedruckt wurden. (1855 wurden die Urmarken auf Papier mit, eher ungewöhnlich, erhabenem statt im Papier vertieftem Wasserzeichen hergestellt.) Die Farben dieser Neudrucke variieren.

 

Der Neudruck von 1914

Neudruck 1914 Neudruck 1914

      Der erste Neudruck ist der seltenste. Er wurde für das 1914 in einer Auflage von nur 550 einzeln nummerierten Exemplaren aufgelegte Buch Norges Frimerker 1855–1914 gedruckt. Das Buch und die – fest eingebundene – Tafel mit den Neudrucken tragen jeweils die identische Nummer. Den Farbton dieser Neudrucke bezeichnet Tuffs als mittelblau.

 

Der Neudruck von 1924

Neudruck 1924 Neudruck 1924

      In der zweiten, zehn Jahre später in einer Auflage von jetzt 1000 Stück gedruckten Ausgabe von Norges Frimerker gab es wiederum Neudrucke, die von denselben Klischees gedruckt wurden wie die in der ersten Auflage enthaltenen. Der Farbton ist bei diesem Druck ein tieferes, dunkleres Blau.

 

Der Neudruck von 1963

Neudruck 1963 Neudruck 1963

      Dieser Neudruck ist der am leichtesten zu beschaffende: Das Werk, aus dem er stammt, das zweibändige Håndbok over Norges Frimerker 1855–1955, erschien 1963 (Band 1) und 1966 (Band 2) in einer Auflage von 4000 Exemplaren. Band 1 enthält Neudrucke der MiNr. 1–5 und 15; im Gegensatz zu den geschnittenen Neudrucken von 1914 und 1924 wurde hier ein (nicht originalgetreuer) Durchstich zur Markentrennung gewählt. Der Neudruck der Nr. 1 ist bei dieser Auflage in einem deutlich helleren Blau als bei den frühen Drucken ausgeführt.

 

Die Reproduktion von 1955

Reproduktion zur Norwex 1955

      Zum Jubiläum „100 Jahre norwegische Briefmarken“ wurde eine internationale Briefmarkenausstellung durchgeführt, die NORWEX. Aus diesem Anlass wurde ein Gedenkblock aufgelegt, den es in zwei Ausführungen gibt:
      Auf rotem Karton wurden 37 050 Stück gedruckt, auf weissem Kunstdruckpapier im A4-Format 5 585 Exemplare, von denen 5 000 in Jellestads Buch eingebunden wurden.

      Dieser Block enthält eine „normale“ Marke (vom Originalklischee, echter Neudruck) und fotografische Reproduktionen von drei markanten Varianten. In der vergrösserten Darstellung können Sie die einzelnen Varianten im Detail studieren:

  Reproduktion zur Norwex 1955 Dobbeltfot
(gespaltene Tatze)
Feld D40
Sprukken plate
(gesprungene Platte)
Feld D16
Oppgravert hjørne
(nachgravierte Ecke)
Feld D34

Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 2. Februar 2009, letzte Bearbeitung am 2. Februar 2009.


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