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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Die klassischen Ausgaben von Uruguay

Einleitung

Lage Uruguays in Südamerika Karte von Uruguay
Abb.: Wikimedia Commons Abb.: CIA World Factbook (Public Domain)

      Die seit dem 25.  August 1825 (Verfassung 1830) unabhängige República Oriental del Uruguay (Republik östlich des Uruguay) gab 1856 die ersten Briefmarken heraus.
      Das Motiv, der Sonnenkopf mit Strahlen („El Sol de Mayo“; siehe dazu die Sonnenköpfe-Übersicht), wurde mit Modifikationen acht Jahre lang verwendet und erst 1864 durch die Wappenausgabe (in der Philatelie Escuditos genannt) abgelöst.

      In der englischen Literatur, z. B. im weit verbreiteten Scott-Katalog, werden die ersten Ausgaben von 1856–1858 (MiNr. 1–7, Scott Nr. 1–6) – in der Philatelie auch als Diligencias bekannt – häufig unter der Bezeichnung carrier issues geführt, die späteren als government issues.
      Diese ersten Ausgaben gehen auf den Generalpostmeister Atanasio Lapido zurück, der gleichzeitig für den Postkutschendienst verantwortlich war. Die Inschrift „Diligencia“ auf diesen Marken hebt auf den üblichen Weg der Postbeförderung, eben mit der Kutsche, ab. Diese Marken waren keine Privatausgaben, obwohl die Bezeichnung government issues für die späteren Ausgaben etwas anderes suggeriert.

      Von 1858 bis 1862 trugen die Marken dann statt der Inschrift Diligencia in der Kopfzeile dort Montevideo, damals wie heute Hauptstadt der Republik.

      Mit der Wappenausgabe von 1864 wurde die Inschrift nochmals geändert; die Marken waren jetzt mit Republica Oriental bezeichnet. Erst mit der Ausgabe von 1866 taucht erstmals der Landesname Uruguay auf den Marken auf.

      Wie weit geht man mit der Definition „klassischer“ Ausgaben bei Uruguay? Maassen schreibt, dass mit Erscheinen der Wappenausgabe 1864 „die Periode der wirklich ‚klassischen‘ Marken Uruguays“ abgeschlossen war, rechnet also zur Klassik im engeren Sinn nur die Sonnen-Ausgaben. Will man die Grenze etwas weiter fassen, bietet sich wegen des langen zeitlichen Abstandes eine Zäsur zwischen der Ausgabe von 1866 (MiNr. 27–36) und der von 1877 (MiNr. 37–42) an. Die Ausgabe von 1866 war ausserdem die letzte, die geschnitten verausgabt wurde, wenn auch die MiNr. 32–36 die gezähnte Version dieser Marken darstellen.

      Schliesslich noch ein Punkt: Wie kam ich auf Uruguay? Wir sind hier in der Sektion Literatur-Sammelgebiete, was wieder einmal bedeutet, dass es primär die Bücher, nicht die Marken, waren, die mich begeistert haben.
      Ich konnte innerhalb relativ kurzer Zeit einige klassische bibliophile Raritäten erwerben, und diesen Angeboten konnte ich natürlich nicht widerstehen. Es begann mit dem Buch von Lee, einem phantastischen Band, der 1931 in einer Auflage von nur 200 Exemplaren erschien, dazu kamen dann einige noch frühere Werke zu diesem Gebiet.
      Ich besitze einige der frühen Marken von Uruguay, Sie finden Beispiele auf der Seite „Die Sonnenköpfe“. Ob ich das Gebiet noch weiter ausbaue, weiss ich noch nicht …


Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 10. Oktober 2007, letzte Bearbeitung am 10. Oktober 2007.


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