Alle Inhalte dieser Site sind urheberrechtlich geschützt; Copyright © C. Ozdoba
Logo der Website „Klassische Philatelie“

 

Klassische Philatelie und Postgeschichte – Privatpost

Hamburg – Boteninstitute

Krantz: Phantasieausgaben der „Hamonia“

      Anlässlich der Nationalen Briefmarkenausstellung (NABA) 2006 habe ich festgestellt, dass die so genannten Phantasieausgaben der „Hamonia“, die ich in meinem Exponat zeigte, besonderes Interesse fanden. Versierte Philatelisten – die sich in der Schweiz natürlich besonders für die Strubel-Imitate interessierten – sagten mir, dass sie zwar von diesen Marken schon einmal gehört, sie aber noch nie gesehen hätten.

      Diese Marken sind klassische „Cinderellas“. Man kann bei den Ausgaben von Krantz ja schon grundsätzlich über ihren philatelistischen Wert streiten, aber die hier gezeigten Stücke sind reine Phantasieerzeugnisse, die es von Krantz nie gegeben hat.

      Die beiden im Gebiet der Hamburger Boteninstitute sehr aktiven Fälscher Samuel Allan Taylor und John Walter Scott begnügten sich irgendwann nicht mehr damit, die Krantz’schen Marken zu fälschen, sondern produzierten munter Marken nach eigenen Entwürfen. Sie bedienten sich dazu realer Vorlagen, die dann mit einer entsprechenden Inschrift versehen und einem gutgläubigen Publikum als „Botenmarken“ verkauft wurden.

      Diese Druckerzeugnisse verdienen nicht einmal mehr die Bezeichnung Fälschung – man kann nichts fälschen, wenn es kein Original gibt. Sie sind im besten Fall noch als Vignetten einzuordnen, streng genommen haben sie aber mit Philatelie gar nichts zu tun.
      Trotzdem sind sie als Plagiate echter Marken noch wenigstens am Rande interessant, und da sie nur in einem Buch überhaupt erwähnt werden, möchte ich sie den interessierten Sammlern hier kurz vorstellen.

      Die Abbildungen auf dieser Seite sind zueinander massstäblich.


Phantasiemarken von Samuel Allan Taylor (Dieks Nr. 4a)

Strubel-Kopie von Samuel Allan Taylor, Dieks 4a
Strubel-Kopie von Samuel Allan Taylor, Dieks 4a
Strubel Vorlage der oben gezeigten Phantasiemarken:
Schweiz, so genannte „Strubel“ (sitzende Helvetia geschnitten)
Zumstein Nr. 26 A

Phantasiemarken von John Walter Scott (Dieks Nr. 7a [1 Sch.] und 7b [2 Sch.])

Zemstvo-Kopie von John Walter Scott, Dieks 7a
Zemstvo-Kopie von John Walter Scott, Dieks 7b
Strubel Vorlage der oben gezeigten Phantasiemarken:
Russland, Zemstvo-Marke aus Gdov
Artuchov Nr. 6

Phantasiemarken von John Walter Scott (Dieks Nr. 8)

Kopie eines italienischen Probedrucks von John Walter Scott, Dieks 8
Vorlage der oben gezeigten Phantasiemarken:
Italien, Probedruck einer Dienst- und Siegelmarke
(Diese Marke fehlt mir leider noch)

Literatur:


Zurück zur Sektion Deutsche Privatpost / zur Startseite.


Copyright © 2007 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 12. Januar 2007, letzte Bearbeitung am 12. Januar 2007.


Adresse dieser Seite: http://www.klassische-philatelie.ch/pp_dr/pp_hh_boten_krantz_phantasie.html

Durch das World Wide Web Consortium validierter Code gemäss dem Standard HTML 5