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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Privatpost

Privatpost-Spezialitäten – Probedrucke und Neudrucke

      Philatelistisch interessante Besonderheiten wie Probedrucke und Neudrucke gibt es nicht nur bei den Ausgaben staatlicher Postanstalten. Auch die Marken privater Institute durchliefen den üblichen Weg vom Essai bis zur definitiven Ausgabe, und auch bei den Privaten gab es gelegentlich Neudrucke, die ihre Entstehung teilweise etwas merkwürdigen Umständen verdanken (z. B. Bochumer Neudruck der Essener Marken, s. u.).

      Trotz meines Interesses an den verschiedenen Ausgaben des Behrens-Albums bin ich kein Generalsammler des Gebietes klassische deutsche Privatpost; meine Sammelgebiete sind meine „alte Heimat“ (Bochum und Essen) und einige norddeutsche Städte (Bergedorf, Hamburg, Lübeck).
      Aus diesen Gebieten zeige ich Ihnen auf dieser Seite einige solcher „Spezialitäten“.


Bergedorf

Bergedorf
Bergedorf

      Auf der Seite über die Bergedorfer Privatpost wird erwähnt, dass Herr Salvador ein äusserst aktiver Produzent von Probedrucken war. Einige Beispiele zeigen die Abbildungen. Diese Probedrucke (in der Literatur auch als „Essais“ bezeichnet) wurden auf relativ dickem weissem Karton gedruckt; es gibt sie nur geschnitten. Insgesamt sind bei Meier zu Eissen sieben verschiedene Farben aufgeführt, Spezialisten unterscheiden noch Varianten wie z. B. beim 2-Pfennig-Wert mit oder ohne Wolken über dem Kopf des Fischotters.


Bochum

Bochum, Probedrucke Menne MiNr. 3 und 4 Bochum, Probedruck Menne MiNr. 1
Express-Packet-Verkehr (Menne)
Probedrucke der 1. Ausgabe vom Mai 1886
  • MiNr. 1 (oben)
  • MiNr. 3 und 4 (links; zusammenhängend gedruckt)
Bochum, Probedrucke Menne MiNr. 3 und 4
Express-Packet-Verkehr (Menne)
Probedrucke der Kortum-Ausgabe vom Januar 1888

      Das ist ein spezielles Stück: In diesem Probedruck-Streifen mit allen Wertstufen (1 + 3 + 20 + 10 + 5 + 2 Pf.) sind die Marken in einer sehr ansprechenden (leider im Scan nicht gut erkennbaren) grünlich-blauen „Metallic“-Farbe gedruckt.


Essen

Essen 14N Essen 15N Essen 18N Essen 19N
Essen

Privat-Stadt-Post (Feldhaus)
So genannte „Bochumer Neudrucke“
 
      Da Feldhaus die Rechnung seines Bochumer Druckers nicht bezahlen konnte, liess dieser auf eigene Rechnung Nachdrucke (von neuen Platten, daher keine Neudrucke) herstellen, die er an Briefmarkenhändler verkaufte.
      Diese sind im Michel als Nr. 14N, 15N, 16N, 18N und 19N katalogisiert. (MiNr. 19 ist die Farbänderung des 3-Pfennig-Wertes: Nr. 15 ist rot, Nr. 19 violett.) Von der Nr. 17 (5 Pf. rot, wahrscheinlich Fälschung) gibt es keinen Neudruck.


Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 7. März 2006, letzte Bearbeitung am 7. März 2006.


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