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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Schweden

Einleitung zu den klassischen Ausgaben Schwedens

Warum Schweden?

      Nach Dänemark (ausführlich; mit Privatpost und Dänisch-Westindien) und Norwegen (nur Nr. 1, schwerpunktmässig Literatur) sind nun auch die klassischen Ausgaben Schwedens auf dieser Website vertreten. Wie kam ich zu diesem Gebiet? Es gab zwei Auslöser: Der erste war, nicht ungewöhnlich, wieder einmal ein Buch (das es dann auch gleich in das philatelistische Bücher-Trio 2013 geschafft hat), der zweite ein offenbar bei den Besuchern dieser Website vorhandenes Bedürfnis, hier etwas über das Gebiet klassisches Schweden zu lesen. Die „Suche“-Funktion auf der Startseite liefert mir regelmässig (natürlich anonym, also z. B. keine IP-Adressen) Übersichten über die Begriffe, nach denen gesucht wurde, und dort tauchte in der letzten Zeit vermehrt das Wort Schweden auf.

 

Klassische Ausgaben – und zwei Arten Ryksdaler

      Also wieder einmal eine neue Welt: Postgeschichte, Vormarkenzeit, Markenausgaben, Stempel, Literatur – und wie bei jedem Gebiet die Frage, wie weit man den Begriff Klassik fassen will. Das ist bei Schweden einfach: In der Dänemark-Einleitung habe ich bereits die Skandinavische Münzunion zwischen Dänemark und Schweden erwähnt, deren Beginn (und damit das Ende der Skilling-Ausgaben) für mich das Ende der Klassik-Periode in Dänemark markiert.
      Es liegt nahe, dieses Datum auch für eine entsprechende Zäsur bei Schweden zu wählen (Facit und Michel Nr. 16).

      In der so definierten klassischen Periode (1855–1873) gab es allerdings in Schweden bereits viel früher die Währungsumstellung (Krone/Öre), die bei Dänemark den Anschluss an die Skandinavische Münzunion (gegründet 18. Dezember 1872) zeigt. Wir finden diese Umstellung in Schweden im Vergleich zwischen der ersten (Skilling Banco) und der zweiten Ausgabe (Öre):
      Seit 1834 galt der Riksdaler Specie (die Silberwährung) 2 ⅔ Rigsdaler Banco oder 128 Skilling Banco – die Währung der ersten Markenausgabe. 1855 wurde der Riksdaler Specie auf den Riksdaler Riksmynt umgestellt, wobei 1 R. Specie den Wert von 4 R. Riksmynt hatte. Andersherum gerechnet – diese Angabe finden Sie z. B. im Facit-Katalog – war 1 Riksdaler Riksmynt ⅔ Riksdaler Banco wert. Der Riksdaler Riksmynt wurde in 100 Öre unterteilt – die Währung ab der Markenausgabe von 1858. Diese Marken waren übrigens alle bis zum 30. Dezember 1910 gültig!

 

Der Reiz des Gebiets Schweden

      Ganz ehrlich, liebe Leserinnen und Leser: Was wissen Sie (wenn Sie das Gebiet nicht sammeln) über Schwedens Marken? Die Treskilling Banco, die teuerste Marke der Welt, kennt natürlich jeder; sie ist auf dieser Website schon seit 2006 zu finden. Dass Schwedens Ausgaben von Anfang an, seit der Nummer 1 von 1855, gezähnt verausgabt wurden, war sogar schon Gegenstand meines ebenfalls 2006 hier veröffentlichten Philatelie-Quiz. Was gibt es sonst? Einiges, was spannend, interessant und für Sammler anderer Gebiete neu ist!

      Die oben erwähnte Währungsumstellung führte beispielsweise dazu, dass dieselbe Marke mit zwei verschiedenen Wertstufen in zwei verschiedenen Währungen verwendet wurde – was problemlos möglich war, da sie gar keine Wertangabe zeigte!
      Ein ganz eigenes Thema, das mich zu umfangreichen Recherchen veranlasste, ist die Qualitätseinstufung bei den klassischen Marken bis 1876. Da diese Marken häufig mit einem Attest mit Qualitätsangabe verkauft werden und ein z. B. 4 – 5 – 4 oder 3 – 4 – 3 bei Frankreich- oder Schweiz-Sammlern unbekannt ist, habe ich diesem Thema eine eigene Seite gewidmet.
      Die detaillierte Auflistung von Briefen, differenziert nach Destinationen und Frankatur-Kombinationen, in den Schweden-Standardkatalogen findet man bei anderen Gebieten so nicht – sind die Schweden leidenschaftliche Briefsammler?
      Auf jeden Fall ist Schweden ein interessantes Gebiet, das ich gerade erst beginne, zu verstehen. Für mich (und, über diese Website, auch für Sie, liebe Leserinnen und Leser) gibt es hier noch viel zu entdecken!


Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 5. Januar 2014, letzte Bearbeitung am 5. Januar 2014.


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