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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Die klassischen Ausgaben von Spanien

Literatur – Teil 2

      Siehe dazu auch
Literatur – Teil 1“ mit den Themen I. Kataloge und Auktionskataloge und II. Stempel.
 

III. Monographien

Griebert: The Stamps of Spain Griebert: The Stamps of Spain, Tafel 1
(Grosses Bild)
Hugo Griebert:
The stamps of Spain 1850 to 1854. With a special study of the stamps of the first issue 1850, including a full description of varieties, transfer errors, obliterations, etc.
Hugo Griebert, London 1919
 
      Einer der ganz grossen Klassiker nicht nur der Spanien-Literatur, sondern der philatelistischen Literatur insgesamt ist Grieberts The Stamps of Spain. Griebert war ein Londoner Händler, durch dessen Hände einige der grössten Spanien-Raritäten gingen (er erwarb einen der Farbfehldrucke der 2 Reales 1851 für Arthur Hind), und auch seine eigene Spanien-Sammlung war beachtlich.
      Dies war das erste Werk, das 1920 mit der damals neu geschaffenen Crawford Medal ausgezeichnet wurde. Der Schwerpunkt liegt, wie im Titel erwähnt („special study“) bei der 6 Cuartos 1850; 5 der 14 Fototafeln sind dieser Ausgabe gewidmet. Grieberts Untersuchungen zu dieser Marke sind inhaltlich erst zwanzig Jahre später von de Guezala Ayrivié überarbeitet und aktualisiert worden (s. u.).
      Die Abbildung rechts zeigt eine der Fototafeln. Grieberts Nomenklatur unterscheidet sich von der später verwendeten; mehr dazu auf der Seite über die 6 Cuartos.

 

de Guezala: 6 Cuartos 1850 de Guezala: 6 Cuartos 1850; Beispielsseite
(Grosses Bild)
Antonio de Guezala Ayrivié:
6 Cuartos 1850
Ediciones Grupo Filatélico, Bilbao 1940
 
      Dieser viersprachige Band (span./frz./engl./dt.), im Untertitel Platten, Defekte und Retouchen, Abstempelungen, ist heute noch die Standard-Referenz zur 6 Cuartos, nur für die Verwendung von Stempeln aus der Vormarkenzeit gibt es mit dem Buch von Guinovart eine aktuellere Bearbeitung. Die verschiedenen Typen der beiden Platten werden im Detail vorgestellt (s. Abb. oben rechts), ebenso ausführlich ist das Kapitel über die Retuschen. Auch bekannte Fälschungen werden mit ihren Erkennungszeichen beschrieben, und man lernt viel über die Herstellung der Druckplatten aus den Umdruckblocks. Für Sammler dieser Ausgaben ein wohl unverzichtbares Werk, das in neuwertigem Zustand allerdings nicht mehr ganz einfach zu finden ist.

 

Tort Nicolau Band I
Band I
Tort Nicolau Band II
Band II
Seite aus Band I
Band I (Grosses Bild)
Seite aus Band II
Band II (Grosses Bild)
Tort Nicolau Band III
Band III
Dr. Don Arturo Tort Nicolau:
Guia del Coleccionista de Sellos de Correos de España
Grupo Filatélico de Reus
Band I: 1850–1854, Reus 1935
Band II: 1855–1869, Reus 1945
Band III: 1870–1900, Reus 1950
 
      Dies ist das Standardwerk, das Sie als Freund und Sammler klassischer spanischer Ausgaben haben sollten. (Ich besitze und zeige hier den in den siebziger Jahren von Edifil hergestellten Neudruck – 3 Bände im Schuber –, der gelegentlich fälschlich als Original angeboten wird.) Natürlich ist es inhaltlich nicht mehr ganz aktuell, bietet aber immer noch umfassende Informationen, und aus gutem Grund nennt Schier (s. u.) es als eine seiner wichtigsten Referenzen.
Seite aus Band III
Band III (Grosses Bild)

 

Schier Band 1 Schier Band 2
Dr. Oswald Schier:
Handbuch der Spanischen Philatelie
ArGe Spanien im BDPh / O. Schier, Oberwil; Band 1: 2. Auflage 2002; Band 2: 2. Auflage 2003
 
      Wenn ein Österreicher (als zweiter Nicht-Spanier) in die Academia Hispánica Filatelia gewählt wird, und wenn sein (in deutscher Spracher verfasstes) Handbuch ins Spanische übersetzt wird, muss man über Autor und Buch eigentlich nicht mehr viel sagen.
      Deutsche Sammler werden es begrüssen, dass mit diesem zweibändigen Werk Literatur in deutscher Sprache zur Verfügung steht, die eine Fülle an Informationen bietet.
      Die Aufteilung in die zwei Bände ist logisch strukturiert: Band 1 ist Postgeschichte, Marken und Stempeln gewidmet, Band 2 (der auch häufiger aktualisiert werden soll) ist eine Zusammenstellung verschiedenster Übersichten; hier finden wir die spanischen Posttarife ab 1550, eine Vergleichstabelle der Nummern von fünf Katalogen (Edifil, Michel, Scott, Yvert, Zumstein – sehr hilfreich), ein nach verschiedenen Kriterien sortiertes Ortsnamenverzeichnis, ein ABC der spanischen Philatelie, das mehr ist als ein blosses Wörterverzeichnis, und vieles mehr. Absolut empfehlenswert für jeden Spanien-Sammler!

 

Blas: Manual del Experto en Sellos de España 1850 – 1900 Dr. Luis Blas:
Manual del Experto en Sellos de España 1850 – 1900
Aguilar, Madrid 1960
 
      Dieser Band bietet eine umfassende Einführung in die spanischen Ausgaben des 19. Jahrhunderts. Nach einer allgemeinen Einführung mit einer sehr ausführlichen Behandlung der Fälschungen werden die Marken strikt jahrgangsweise vorgestellt; eine Übersicht über häufige Stempel rundet das mehr als 300 Seiten umfassende Buch ab. Marken sind grundsätzlich als fast ganzseitige Zeichnungen dargestellt; Originalabbildungen der besprochenen Ausgaben gibt es nicht. Der Band ist stark „textlastig“; wenn Sie des Spanischen nicht mächtig sind, werden Sie weniger Freude daran haben.

 

Graus Fontova/Soro Bergua: Falsos Postales de España Francisco Graus Fontova und Enrique Soro Bergua:
Falsos Postales de España / Postal Forgeries of Spain
Filatelia Pedro Monge, Barcelona 1977 (Normalausgabe; Nr. 924/1050)
 
      Äusserlich ein prachtvoll aufgemachter Band (von dem es auch eine Luxusausgabe in 100 Exemplaren gibt, die ich Ihnen im Philatelistischen Bücher-Trio 2011 zeige), inhaltlich eines der Standardwerke der Spanien-Philatelie. Postfälschungen sind in kaum einem anderen Gebiet so verbreitet wie in Spanien, und mit diesem Werk liegt die Übersicht zum Thema vor. Die 600 Seiten dieses Buches durchzublättern, macht einfach Spass, denn hier stimmt alles: Kurze, prägnante Beschreibungen der Merkmale der verschiedenen Fälschungen werden durch qualitativ hochwertige Abbildungen ergänzt. Alle Fälschungen sind auf einer zehnstufigen Skala nach ihrer Seltenheit eingeordnet, wobei die Autoren zwischen losen Marken, gebrauchten Stücken und mit „barrado“ entwerteten Exemplaren unterscheiden. Pflichtlektüre für Sammler klassischer spanischer Marken, allerdings im antiquarischen Buchmarkt nicht mehr ganz leicht zu finden!

 


 

IV. Postgeschichte/Vormarkenzeit

Tizón: Prefilatelia Española Band III Tizón: Prefilatelia Española Band IV

Manuel Tizón:
Prefilatelia Española
Tomo I: Demarcaciones Postales Núm. 1 – Castilla la Nueva a Núm. 9 – Montañas de Santander
Tomo II: Demarcaciones Postales Núm. 10 – Vitoria a Núm. 19 – Reino de Valencia
Tomo III: Demarcaciones Postales Núm. 20 – Alicante a Núm. 31 – Islas Filipinas
Tomo IV: Antiguos Virreinatos y Capitanías generales de América
Edifil, Madrid 2004
 
      Wenn es um die spanische Vormarkenzeit geht, muss man dieses Werk erwähnen: Die erste Auflage erschien, damals noch mit dem Autorenduo Tizón/Guinovart, bereits 1970, damals als zweibändige Ausgabe. Von denselben Autoren gab es 1983 eine Neuauflage, schon in drei Bänden, und aktuell liegt nun aus der Feder von Herrn Tizón ein vierbändiges Werk zum Thema vor. Da man immer noch in Auktionsangeboten von Belegen aus der Vormarkenzeit gelegentlich den Hinweis „bei Tizón nicht bekannt“ findet, dürfte ca. 2020 eine fünfbändige Neuauflage erscheinen …

      Das Werk ist relativ teuer – aktuell (Herbst 2013) müssen Sie rund € 400,– für die vier Bände anlegen –, aber es ist jeden Cent wert. Für die spanische Vormarkenzeit das Standardwerk!
 

 

Shelley: A Guide to the Postal History of Spain Ronald G. Shelley:
A Guide to the Postal History of Spain
Selbstverlag des Autors, Hove, East Sussex 1997
 
      Dieser grossformatige Band ist als Einführung in das Thema gedacht; Sie finden hier einen Überblick über die Postgeschichte von der frühesten Zeit über die – auch auf dieser Website beschriebenen – Stempeltypen auf den ersten Markenausgaben bis zu den spanischen Kolonien. Naturgemäss geht dieses Buch auf rund 80 Seiten angesichts der Breite des Themas nicht sehr in die Tiefe; zusätzliche Literatur bleibt unverzichtbar. Als Einführung – und mehr will es ja nicht sein – ist es aber durchaus brauchbar.

Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 24. August 2008, letzte Bearbeitung am 3. September 2013.


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