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Altdeutschland – Helgoland
Neudrucke – Einleitung

„Neudruck“! Das Wort allein ist für manchen Sammler ein Schrecken, denn unter der Maske des Originals schleicht sich solch ein Marken-Bastard nur zu leicht als legitim in die Sammlung hinein. Wohl bei keinem Lande spielen die Neudrucke eine solch grosse und bemerkenswerte Rolle und werden dem Sammler so gefährlich wie gerade bei Helgoland.

Wülbern (1906)

Einleitung

      Im Gebiet Helgoland sind die Neudrucke nicht nur für Spezialisten interessant, die sich diesem Teil der Philatelie widmen. Ein grosser Teil der Helgoland-Marken, die Sie auf dem Markt finden (vor allem in Lots, bei Sammlungsauflösungen und bei Internet-Auktionen), werden zwar – unter Umständen mit Vorbehalten der Anbieter – als echt verkauft, sind aber Neudrucke. Eine gewisse Kenntnis dieser Neudrucke ist daher auch für die Sammler nützlich, die eigentlich nur „Urdrucke“, also originale Marken, sammeln.

      Im Netz finden Sie zahlreiche Informationen zu Originalen und Neudrucken auf Frederick Wagners Website Heligoland Stamps (1): → Abbildungen, → Tabellen zu den einzelnen Ausgaben, → Farben.

      Im Gebiet Helgoland sind die Neudrucke nicht nur für Spezialisten interessant, die sich diesem Teil der Philatelie widmen. Ein grosser Teil der Helgoland-Marken, die Sie auf dem Markt finden (vor allem in Lots, bei Sammlungsauflösungen und bei Internet-Auktionen), werden zwar – unter Umständen mit Vorbehalten der Anbieter – als echt verkauft, sind aber Neudrucke. Eine gewisse Kenntnis dieser Neudrucke ist daher auch für die Sammler nützlich, die eigentlich nur „Urdrucke“, also originale Marken, sammeln.


Amtliche, halbamtliche und private Neudrucke

      Bevor wir uns die Entstehung der diversen Auflagen der Helgoland-Neudrucke näher anschauen, ist noch eine kurze Begriffsklärung nötig:
      Es gibt nach heutigem Verständnis nur einen amtlichen Neudruck der Helgoland-Marken. Dieser Neudruck der MiNr. 13–16 und 18–20 wurde 1890 von der Reichsdruckerei in Berlin in winziger Auflage (je 200 Stück) hergestellt. Der grösste Teil dieser Marken ging an das Reichspostministerium; sie sind also sehr selten und entsprechend sehr teuer. Während man in der umfassenden Monographie von Lemberger eine ausführliche Beschreibung dieser Ausgabe findet, werden sie bei Barefoot mit Hinweis auf die Seltenheit gar nicht diskutiert. Bei Stiedl/Billig heisst es dazu, dass sie, „höher bewertet als Originale, im allgemeinen Verkehr nicht vorkommen“. Besitzer dieser amtlichen Neudrucke können sich glücklich schätzen, diese Raritäten zu besitzen; man wird sie Ihnen sicher nie als „Originale“ verkaufen.

      Sie finden in alter Literatur eine andere Lesart des Begriffs „amtlicher Neudruck“: Bei Ohrt werden die „Berliner Neudrucke“ als amtlich bezeichnet; zur Begründung schreibt Ohrt „Die obigen Neudrucke […] sind deshalb als ‚amtliche Neudrucke‘ bezeichnet, weil sie von einer Behörde (Postamt bzw. Gouvernement in Helgoland) bestellt und für sie durch Goldner bezahlt wurden. Der Zweck dieser Neudrucke, die allerdings nur für den Händler Goldner bestimmt waren, ändert an der amtlichen Bestellung nichts.“

      Heute sieht man das etwas anders; Lemberger bezeichnet diese Berliner Neudrucke als amtlich vermittelte Privatneudrucke, während die späteren Leipziger und Hamburger Neudrucke als reine Privatneudrucke anzusehen sind. Diese Unterscheidung finden Sie auch im Michel „Deutschland-Spezial“.


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Fussnoten:

  1. Ergänzung im April 2022: Links auf Frederick Wagners Website verweisen immer auf die in der Wayback Machine archivierte Version, da die Site bereits seit längerer Zeit nicht mehr online ist.

Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 25. Juni 2005, letzte Bearbeitung am 9. April 2022.


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