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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Grossbritannien

Die hohen Shilling-Werte – Die Ausgabe 1883/1884

      Drei Wertstufen umfasst diese Ausgabe, darunter die erste 2s.6d.-Marke. Zusammen bringen es diese drei Marken allerdings auf beachtliche neun Hauptnummern und zwei „a“-Nummern (Farbvarianten) im Stanley-Gibbons-Katalog. Ob und inwieweit Sie alle Varianten oder wenigstens alle Hauptnummern in der eigenen Sammlung berücksichtigen wollen, bleibt natürlich Ihnen überlassen (persönliche Meinung: Ich brauche nicht alle) und dürfte, wie häufig bei klassischen Ausgaben, auch von den individuellen finanziellen Möglichkeiten abhängen – wie alle höheren Werte sind auch diese Shilling-Marken, zumal ungebraucht, in guter Qualität nicht wirklich preiswert zu haben.

 
Allgemeines zu dieser Ausgabe

      Die 5s.- und 10s.-Marken waren Nachfolger der ab 1867 (5s.) bzw. 1878 (10s.) ausgegebenen Marken, die Sie bei SG im Nummernbereich zwischen 126 und 135 finden (die Wertstufen £1 und £5 gehören bei SG auch noch zu dieser Ausgabe). Während diese ersten hohen Werte farblose Eckbuchstaben hatten, wurden sie bei der 1883er-Ausgabe in Markenfarbe gedruckt (coloured corner letters, siehe Abb. unten). Die Druckbögen bestanden nur noch aus dem zweiten Typ der Vorgängerausgabe (zwei Schalterbögen zu je 56 Marken in sieben Reihen zu je acht Marken); die Eckbuchstaben gingen fortlaufend von AA–AH bis NA–NH. Die Bogenränder wurden nicht bedruckt. Alle Marken dieser Ausgabe wurden auf Papier mit dem Wasserzeichen Large Anchor gedruckt und K 14 gezähnt.

 
Druck auf bläulichem Papier

      Die ersten Marken dieser Ausgabe auf blued paper wurden nur kurz produziert, sind entsprechend seltener als die spätere Ausgabe auf weissem Papier und daher auch preislich deutlich (8–10 x) höher notiert als diese. Die Marke zu 2s.6d. (SG 175) erschien am 2. Juli 1883, die 5s.- und 10s.-Werte (SG 176 und 177) wurden ab dem 1. April 1884 ausgegeben, aber schon im November 1884 wurde die 10s. zum letzten Mal auf bläulichem Papier gedruckt.
      Eine Farbvariante (SG 177a) war die ab Mai 1884 in Kobaltblau statt des ursprünglichen Ultramarin ausgegebene Version der 10-Shilling-Marke. Diese Marke ist eine der ganz grossen Raritäten der viktorianischen Zeit, gebraucht teuer, ungebraucht für durchschnittliche Sammler (wie mich) unbezahlbar (SG £55 000.00).

2s.6d. auf bläulichem Papier
mit Aufdruck specimen (SG 175s)
 
Die bläuliche Papierfärbung ist auf ungebrauchten Exemplaren besonders eindrucksvoll (vgl. Abb. unten auf weissem Papier). Zur Dokumentation der Ausgabe SG 175–177 genügt mir ein „Specimen“-Exemplar.

 
Druck auf weissem Papier

      Schon nach relativ kurzer Zeit (ein exaktes Datum ist in keinem der unten genannten Kataloge aufgeführt) wurden die drei Werte auf weissem statt bläulichem Papier gedruckt. Bei allen Marken führen die SG-Kataloge jeweils zwei Farben mit Hauptnummern auf (2s.6d. SG 178/179, 5s. SG 180/181, 10s. SG 182/183 sowie Sub-Variante 183a); Wasserzeichen und Zähnung blieben unverändert.
      Die kobaltblaue 10s. trägt bei dieser Ausgabe eine Hauptnummer (SG 182).

Oben links:
2s.6d. lilac (SG 178)
 
Oben rechts:
5s. crimson (SG 181)
 
Links:
10s. ultramarine (SG 183)
Links:
10s. cobalt (SG 183)
CDS Glasgow NO 27 / 84

      Die 5- und 10-Shilling-Marken gab es auch als Dienstmarken (SG O9/O10) der Inland Revenue (I.R.). Weitere hohe Shilling-Werte erschienen in der viktorianischen Zeit nicht mehr.


Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 12. Juni 2022, letzte Bearbeitung am 14. Juni 2022.


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