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Klassik erweitert – Anhang: Die Zeit der „Four Kings“

George V – Ausgaben zum Postal Union Congress – Einleitung

„Never allow them to make all those funny issues of stamps like some ridiculous place like San Marino. We invented the postage stamp – all it had on was the sovereign’s head and Postage and its value. That’s all we want.“
King George V
(Zitiert bei Griffiths: Special Stamp History – Postal Union Congress)
 

      Ein Freund von commemorative stamps und special issues war George V ganz offenbar nicht. Trotzdem war unter seiner Herrschaft 1924 die erste britische Gedenkausgabe zur Empire Exhibition erschienen, und schon fünf Jahre später, 1929, gab es das nächste Ereignis, das nach einer solchen Ausgabe verlangte: Grossbritannien war Ausrichter des Postal Union Congress, des alle vier Jahre stattfindenden Treffens von Vertretern der bedeutendsten Postverwaltungen der Welt. Bei den letzten Anlässen hatten die veranstaltenden Länder jeweils Sondermarken herausgegeben: Spanien hatte den Kongress in Madrid im Oktober 1920 mit einer Sonderausgabe gewürdigt, die nicht weniger als 13 Werte umfasste (MiNr. 267–279), und Schweden gab zum Kongress in Stockholm 1924 sogar eine 15 Marken umfassende Sonderausgabe heraus (MiNr. 144–158). In beiden Ländern waren hohe Werte in der jeweiligen Landeswährung Bestandteil dieser Ausgaben.

      Bei den ersten Planungen einer entsprechenden britischen Ausgabe waren nur niedrige Wertstufen vorgesehen, aber im Spätsommer 1928 wurde beschlossen, auch eine £1-Marke zu diesem Anlass herauszubringen. Eine häufig gehörte Begründung für diese Entscheidung ist, dass es für das britische Empire und das Mutterland der Briefmarke erwas armselig ausgesehen hätte, wenn den Delegierten des Kongresses nur Sonderausgaben im Gesamtwert von 5½ Pence präsentiert und überreicht worden wären. Mindestens genauso wichtig war aber wohl die Überlegung, dass eine so hohe Wertstufe beachtliche Einnahmen, nicht zuletzt durch den Sammlermarkt, generieren würde.

      Detaillierte Angaben zur Geschichte der Marken und ihrer Herstellung finden Sie in dem ausgezeichneten Artikel von Griffiths; da es keine spezialisierte Monographie zu diesen Ausgaben gibt (wie etwa bei den Seahorses), ist er die beste und umfassendste Referenz dazu.

      Pünktlich zur Kongresseröffnung am 10. Mai 1929 waren die Marken an den Postschaltern, die kleinen Werte (½d., 1d., 1½d. und 2½d.) landesweit, die £1-Marke nur an grösseren Postämtern.

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Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 27. Juli 2022, letzte Bearbeitung am 27. Juli 2022.


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