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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Ausgaben der argentinischen
Provinzen Buenos Aires, Córdoba und Corrientes

Córdoba

      Es gibt von Córdoba etliche Fiskalmarken, die Markenausgaben zur postalischen Verwendung dagegen sind sehr übersichtlich: Es gibt davon gerade einmal zwei!

      Am 28. Oktober 1858 erschienen die beiden bei der Casa Larsch in Buenos Aires im Steindruck hergestellten Marken zu 5 und 10 Centavos. Die Marken wurden in unterschiedlichen Bogenanordnungen gedruckt: Der Bogen der 5-Centavo-Marke enthielt 30 Marken in drei Reihen zu je zehn Marken, der 10-Centavo-Wert wurde in vier Reihen zu je fünf Marken gedruckt.

      Die besondere Herstellungstechnik dieser Marken macht sie für Plattierungs-Spezialisten interessant:
      Das Markenbild wurde, ohne die Inschrift CORDOBA und die Wertangabe, dreissig (5 C.) bzw. zwanzig Mal (10 C.) auf den Druckstein übertragen; die fehlenden Angaben wurden erst direkt auf dem Stein angebracht. Dies führte dazu, dass jede dieser Marken individuelle Charakteristika zeigt, anhand derer ihre Position im Druckbogen exakt bestimmt werden kann.

      Griebert wies schon 1926 darauf hin, dass die in manchen Katalogen zu findende besondere Erwähnung (und Bewertung) der 5-Centavo-Marken der Bogenfelder 17, 20 und 28 mit Beschreibung ihrer Kennzeichen eigentlich unlogisch ist – es sind keine Plattenfehler, sie kommen genauso häufig vor wie alle anderen Typen. (Plattenfehler kann es bei einer Marke, die in dieser Technik hergestellt wurde, nicht geben; da jede Marke anders aussieht, gibt es keinen „Normaltyp“.) Bei diesen drei Marken sind lediglich die individuellen Merkmale besonders ausgeprägt und daher leicht zu erkennen. Selbst bei Kneitschel, der eine detaillierte Beschreibung aller dreissig Typen liefert, sind die drei genannten Marken um 20% höher bewertet als alle anderen – eine Konzession an den Handel, der die „Philatelisten“ bedient, die keine Lust haben, Spezialkataloge zu kaufen oder eine Lupe zu benutzen?

      Schauen wir uns die Unterscheidungsmerkmale einmal exemplarisch an zwei weniger spektakulären Typen an:

Cordoba 5 Centavos, Typ 1 Cordoba 5 Centavos, Typ 30
Typ 1 Typ 30
  • Bogenförmige Verbindungslinie zwischen linkem und mittlerem Turm
  • Verbindungslinie zwischen den beiden inneren Umrandungslinien
  • Unterbruch in der äusseren dünnen Linie
  • Unterbruch in der inneren Linie zwischen C und O
  • Farbige Linie unten am Bogen der 5

      Die 10-Centavo-Marke ist wesentlich seltener als die Wertstufe zu 5 Centavos, was sich sehr deutlich im – je nach Katalog – 12- bis 15-mal so hohen Preis niederschlägt.
      Marken mit den Wertstufen 15, 20 und 50 Centavos und 1 Peso, die Sie teilweise noch in alten Katalogen finden, sind reine Machwerke.
      Neudrucke der Córdoba-Marken gibt es nicht; was Ihnen als Neudruck angeboten wird, sind meistens die um 1880 in Buenos Aires hergestellten Fälschungen.


Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 2. Juni 2007, letzte Bearbeitung am 2. Juni 2007.


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