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Privatpost – Hamburg – Boteninstitute

Die Institute – Übersicht

      Die Hamburger Boteninstitute haben Philatelie-Geschichte geschrieben: Das Institut Hamburger Boten war, neben Wittes Boten-Comtoir in Osnabrück und der Express-Compagnie in Dresden, eine der ersten Privatpostanstalten, die eigene Briefmarken ausgaben (1), und die erste Ausgabe dieser Firma war gleichzeitig auch die erste Ganzsache einer deutschen Privatpostanstalt.

      Die Geschichte der Hamburger Privatpost beginnt im Jahre 1857 mit der Brief-, Packet- & Güter-Expedition von Charles van Diemen. Briefmarken gab van Diemen allerdings erst 1863 heraus.
      Das oben genannte Institut Hamburger Boten von Carl Hamer & Lehmann wurde 1861 gegründet. Das Unternehmen betrieb neben einem Zubringerdienst – Hamers Institut brachte Briefe zu den Aufgabestellen der Stadtpost – einen echten Lokalpostverkehr.

      Insgesamt fassen Philatelisten unter dem Begriff „Boten-Institute“ vier Anstalten zusammen; beachten Sie bitte, dass das Institut von C. van Diemen nicht dazu gerechnet wird:

Institut von – bis Bemerkungen
Institut Hamburger Boten
Carl Hamer & Co.
1861–1862 Die Couverts waren die ersten Privatpost-Ganzsachen
Institut Hamburger Boten,
Nachf. H. Scheerenbeck
1862–1863 Begann 1862 damit, Marken nur für Sammler auszugeben
Institut Hamburger Boten W. Krantz 1863 Kein Betrieb nachgewiesen, Marken nur für Sammler
Verein Hamburger Boten von Th. Lafrenz 1863 Kein Betrieb, Marken nur für Sammler

      Hamer & Co. und Scheerenbeck betrieben einen echten Privatpostdienst, der aber wohl keinen grossen Gewinn abwarf. Die Markenausgaben von Krantz und Lafrenz dagegen werden mehrheitlich als rein philatelistisch motiviert angesehen. Dieks schreibt allerdings, sehr um Objektivität bemüht: „Im übrigen können auch fehlende, mit entwerteten Marken verwendete Dokumente nicht hinlänglich nachweisen, daß es solche niemals gegeben habe, nur weil sie möglicherweise im Papierkorb landeten.“


Fussnoten:

  1. Die Geschichte der Aufgabezettel und der etwas dubiosen Witte-Marke finden Sie im Detail bei Neubauer; falls man Ihnen solche Stücke zum Kauf anbietet (ich habe sie allerdings noch nie angeboten gesehen), sollten Sie diese Hintergründe unbedingt kennen.

Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 1. Oktober 2005, letzte Bearbeitung am 16. Januar 2006.


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