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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Die „Ochsenköpfe“ des Fürstentums Moldau

Einleitung


 

      Ochsenköpfe – bei diesem Wort geht der Puls echter Philatelisten schneller. Sie sind weniger bekannt als die „Ochsenaugen“ Brasiliens, aber diese einfach gemachten Marken gehören zu den ganz grossen europäischen Raritäten.
      Nur sieben Hauptnummern haben die Ochsenköpfe in den Katalogen; die ersten vier Werte erschienen mit Auflagen zwischen 2000 (81 Parale) und 10 000 Stück am 21. Juli 1858; sie waren nur etwa vier Monate gültig. Am 1. November kamen drei neue Werte in geänderter Zeichnung heraus. Obwohl auch diese noch zu den „Ochsenköpfen“ gezählt werden, sind nur die ersten Werte diejenigen, an die ein Philatelist spontan denkt, wenn er diese Bezeichnung hört.
      Abb. links: Ochsenkopf („Cap de bour“), 27 Parale, erste Ausgabe 1858 (Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei)
 

Fürstentum Moldau
Das Füstentum Moldau zur Zeit der ersten Markenausgabe

      Bevor wir uns näher mit diesen Marken beschäftigen, ist eine kurze Erklärung einiger Begriffe erforderlich: Das Fürstentum Moldau sollte nicht mit der heutigen Republik Moldawien verwechselt werden. Die Moldau wurde 1859 mit der Walachei vereinigt, dieser Zusammenschluss war der Grundstein zur Bildung des (am 24. 12. 1861 proklamierten) Staates Rumänien. Die hier diskutierten Markenausgaben zählen daher philatelistisch zum Gebiet Rumänien.

      Der Ochsenkopf stellt nicht den Kopf eines „normalen“ Ochsen dar, sondern den eines Auerochsen. Der Auerochse mit dem Stern zwischen den Hörnern war das Wappen der Moldau; er findet sich noch heute in der Flagge Moldawiens.

      Die Währung Parale dürften den meisten Lesern unbekannt sein, wissen wir doch aus vielen Kreuzworträtseln, dass die rumänische Währung Leu (im Plural Lei) heisst. Damals, als diese Marken ausgegeben wurden, galt aber die türkische Währung – 1 Piaster zu 40 Parale – auch noch in den beiden rumänischen Fürstentümern Moldau und Walachei; die Umstellung auf 1 Leu zu 100 Bani erfolgte erst 1868.

 

      Wieso schreibe ich über eine Ausgabe, von der ich nicht eine einzige Marke besitze? Natürlich waren mir die Ochsenköpfe namentlich schon seit langem bekannt; regelrecht fasziniert bin ich von diesen Marken, nachdem ich wieder einmal einem schönen Buch nicht widerstehen konnte (Heimbüchler). Irgendwann leiste ich mir vielleicht einmal die einzig bezahlbare Wertstufe (1), die 54 Parale gebraucht …


Fussnoten:

  1. In der Corinphila-Auktion vom 18. bis 21. November 2015 wurde eine schöne 54 Parale für Fr. 1600,– zugeschlagen – eine 108-Parale-Marke (das einzige bekannte Exemplar auf Briefstück) für das Zehnfache!

Literatur:


Links zum Fürstentum Moldau:

Links zu den Ochsenköpfen:


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Erste Veröffentlichung am 6. April 2007, letzte Bearbeitung am 26. Dezember 2015.


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