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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Grossbritannien

Klassische Ausgaben: Literatur – Teil 2

      Siehe dazu auch
Literatur – Teil 1“ mit dem Thema I. Postgeschichte/Vormarkenzeit und
Literatur – Teil 3“ mit dem Thema IV. Ausgaben unter Queen Victoria.
 

II. Kataloge

      Leser, die diese Site schon länger kennen, wissen, dass ich bevorzugt landeseigene Kataloge benutze, etwa den AFA-Katalog für Dänemark, den NVPH-Katalog für die niederländische Klassik oder den Edifil-Katalog bei spanischen Ausgaben.


Stanley Gibbons 1979
 

      Die britische Firma Stanley Gibbons ist ein Briefmarken-Handelshaus mit eigenem Verlag, die nicht nur einer der wenigen Herausgeber von Weltkatalogen ist, sondern naturgemäss schon seit Jahrzehnten die britischen Ausgaben mit umfassenden Spezialkatalogen erfasst.
      Einen Spezialkatalog über die Ausgaben unter Queen Victoria gibt es seit 1963; die Abbildung links zeigt die 1979 erschienene sechste Auflage. 2011 erschien die derzeit noch aktuelle 16. Auflage, die es neben der Normalausgabe auch noch in einer auf 100 Exemplare limitierten ledergebundenen, einzeln nummerierten (s. u.) Luxusausgabe gab.

      Ich hatte das Glück, eines dieser hundert Exemplare in meine Bibliothek aufnehmen zu können. Bei →Stanley Gibbons ist diese Ausgabe nicht mehr erhältlich.

Stanley Gibbons Queen Victoria 16th ed. 2011 Stanley Gibbons Queen Victoria 16th ed. 2011 Stanley Gibbons Queen Victoria 16th ed. 2011
Stanley Gibbons GB Concise Catalogue 2012 Oben:
Stanley Gibbons Great Britain Vol. 1: Queen Victoria
16th ed., Stanley Gibbons Ltd., London and Ringwood 2011
(Links: Luxusausgabe Nr. 36/100, rechts: Normalausgabe)
 
Links:
Stanley Gibbons Great Britain Concise Stamp Catalogue 2012
27th ed., Stanley Gibbons Ltd., London and Ringwood 2012
        Der Queen-Victoria-Spezialkatalog verwendet eine eigene Nummerierung. Zur ersten Ausgabe der Penny Black (katalogisiert als „A1“) etwa gibt es den kurzen Hinweis „SG 1/3“, eine Erklärung oder Korrelationstabelle findet man leider nicht.
      Ich habe mir daher zur Ergänzung noch den im Mai 2012 erschienenen Standardkatalog dazu gekauft; dieser enthält die „klassischen“ Stanley-Gibbons-Nummern, nach denen man im Fachhandel auch meist einkauft.

 

Stanley Gibbons Collect British Postmarks Stanley Gibbons Collect British Postmarks
8th ed., Stanley Gibbons Ltd., London and Ringwood 2011
 
      Nicht nur für Altbriefsammler interessant ist dieser Katalog, der einen Überblick über die britischen Poststempel bis in die Gegenwart gibt. Dieses früher von der → British Postmark Society herausgegebene Werk ist ebenso interessant für Sammler, die einen Bishop-Stempel einordnen wollen (weshalb Sie es bei der britischen Postgeschichte auch noch einmal finden) wie für den Sammler klassischer Marken, der sich für die verschiedenen Formen des Malteserkreuzes interessiert, und stellt damit eine hervorragende Ergänzung zu den oben gezeigten Katalogen dar.

 

III. Penny Black

      Zur Penny Black gibt es einige Spezialliteratur, etwa zur Plattierung dieser von zwölf Platten gedruckten Marke oder zu den Rainbow Trials.

Nissen: The Plating of the Penny Black Charles Nissen (in collaboration with Bertram McGowan):
The Plating of the Penny Black Postage Stamp of Great Britain 1840
1st ed. 1922; republished by Stanley Gibbons, Ltd., London and Ringwood 2008
 
      Obwohl dieses Werk schon 90 Jahre alt ist, stellt es immer noch die Standardreferenz für das Plattieren der Penny Black dar. Alle (!) 2880 Marken sind abgebildet; die Anordnung nach den Kennbuchstaben, nicht nach Plattennummern, macht das Plattieren einer Penny Black (relativ) einfach. Der Text führt jeweils die charakteristischen Positionen der Buchstaben und allfällige bekannte Fehler auf. Dieses Buch ordne ich uneingeschränkt in die Kategorie „muss-man-haben“ ein, egal, ob Sie eine oder einige hundert Penny Blacks in Ihrer Sammlung haben!

 

Litchfield: Guide Lines to the Penny Black P.C. Litchfield:
Guide Lines to the Penny Black
Robson Lowe, London 1949; Reprint Woods of Perth (Printers) Ltd., Perth 1979
 
      Dieses Buch ist dem oben vorgestellten Band sehr ähnlich: Nach einer allgemeinen Einführung mit Darstellung spezieller Charakteristika der einzelnen Platten und markanter Fehler werden den einzelnen Buchstabenkombinationen jeweils die typischen Zeichen bestimmter Platten zugeordnet. Leider nur sparsam illustriert und einfacher im Druck, sonst mit Nissens Buch absolut vergleichbar.

 

Hahn: Die Erfindung der Briefmarke Andreas Hahn (Hrsgb.) in Zusammenarbeit mit der Forschungsgemeinschaft Grossbritannien im BDPh :
Die Erfindung der Briefmarke/The Invention of Stamps
Museumsstiftung Post und Telekommunikation 2008
 
      Das Interessante an diesem Band ist nicht die Darstellung der Geschichte und des Drucks der Penny Black – dazu finden Sie in anderen Büchern die gleichen Informationen –, sondern die Vorstellung der lange verschollenen Sammlung Philbrick. Die Abbildungen der Essais und Probedrucke machen dieses Buch zu einer Bereicherung jeder Klassik-Bibliothek.

 

Rowse: Rainbow Trials David Rowse:
„Rainbow Trials“ May–December 1840
GB Philatelic Publications Ltd., London 2000
 
      Wie der Band von Hahn ist dieses Buch, neben der detaillierten Darstellung der technischen Aspekte der „Rainbow Trials“, vor allem wegen der Abbildungen bemerkenswert. Ausreichend gross und in exzellenter Papier- und Druck-Qualität erschliessen sie dem Leser die Welt dieser Testdrucke weitaus anschaulicher als jedes andere Buch zur Geschichte der Penny Black.

 

Zehenter: Die Black Penny Franz Zehenter:
Die Black Penny
Philatelie-Club Montfort, Rankweil 2003
 
      Zehenter ist vermutlich der einzige Autor, der die Penny Black als Black Penny bezeichnet. Das sollte Sie aber nicht davon abhalten, sich diesen Band zu beschaffen, insbesondere dann, wenn Sie englische Texte als etwas mühsam empfinden. Zehenter stellt in diesem Buch nicht nur Teile seiner eigenen – mehrfach in Rang-III- und Rang-II-Ausstellungen mit Gold ausgezeichneten – Penny-Black-Sammlung vor, sondern gibt eine kompakte Übersicht über den Weg zur Penny Black, von den Portofreiheitsvermerken über die Postreform Rowland Hills bis zu den Malteserkreuzstempeln. Als eines der wenigen aktuellen deutschsprachigen Werke zum Thema absolut empfehlenswert!

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Copyright © 2013 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 2. September 2013, letzte Bearbeitung am 13. Oktober 2013.


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