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Klassische Philatelie und Postgeschichte – Schweden

Literatur Teil 2: II. Kataloge • III. Monographien zu den klassischen Ausgaben

      Siehe dazu auch
Literatur – Teil 1“ mit dem Thema I. Postgeschichte/Altbriefkunde.
 

II. Kataloge

Facit 2014 special Facit 2014 special
Facit Förlags AB, Västerås 2013
 
      Der Facit-Katalog ist wohl allen Sammlern skandinavischer Länder bekannt. Für Schweden ist dies der Spezialkatalog; Sie finden auf der → Website des Verlages auch noch einen ausschliesslich Schweden gewidmeten, aber nicht spezialisierten Katalog. Der „special“ erscheint jährlich.

 

SFF 1981 Sverige-Katalogen 1981–82. Sveriges frimärken och helsaker Specialkatalog
Sveriges Filatelist-Förbund, Lidingö 1981
 
      Der SFF (etwa das schwedische Äquivalent zum BDPh) gab (gemäss der → Literaturliste [PDF] auf seiner Website) in der Zeit von 1974/75 bis 1988/89 diesen Katalog heraus. Inzwischen findet man beim SFF nur noch Verweise auf den Facit-Katalog.

 

      Wenn man den längst nicht mehr aktuellen SFF-Katalog und den ständig aktualisierten Facit-Katalog mit Spezialkatalogen anderer Länder vergleicht, fällt auf, dass Briefe hier eine grosse Rolle spielen. Gibt es z. B. im deutschen Michel allenfalls noch eine Spalte für die „Marke auf Brief“, wird das Thema bei den Schweden sehr differenziert bearbeitet.
      Man findet Briefbewertungen, geordnet nach Destinationen, für die verschiedenen Portostufen (unterschiedliche Gewichte, Einschreiben etc.) und sogar innerhalb einer Portostufe differenziert nach der Kombination der dafür verwendeten Marken:

Seite mit Briefbewertungen aus dem SFF-Katalog Seite mit Briefbewertungen aus dem Facit-Katalog 2014
Ausschnitt aus den Briefbewertungen im SFF-Katalog 1981 Ausschnitt aus den Briefbewertungen im Facit-Katalog 2014

      Dem Facit-Katalog entnehmen wir beispielsweise, dass ein mit 12 Skilling Banco frankierter Brief nach Dänemark, bei dem das Porto mit zwei 6-Skilling-Marken gebildet wird, fast dreimal so hoch bewertet wird wie die Kombination aus je einer 4- und 8-Skilling-Marke. Erreicht man die 12 Skilling mit vier 3-Skilling-Marken, wird ein solcher – ohnehin schon teurer – Brief für „Normalsammler“ endgültig unbezahlbar. Man wünscht sich solche Informationen auch in anderen Katalogen!

      Beachten Sie bei der Verwendung schwedischer Kataloge, dass Schweden zwar Mitglied der EU ist, aber nicht dem Euro-Raum angehört. Die Preise sind in schwedischen Kronen (SEK) angegeben.

 

III. Monographien zu den klassischen Ausgaben

Svenska frimärket 150 år Svenska frimärket 150 år – The Swedish Stamp 150 years
Postryttaren – Årsbok för Postmuseum 2005, Årgång 55, Stockholm 2005
 
      Eine Gruppe ausgewiesener Skandinavien-Spezialisten hat für diesen Band eine Reihe von Beiträgen verfasst (schwedisch mit jeweils kurzer englischer Zusammenfassung), die sich – mit einer Ausnahme („A Selection of Swedish Stamps over 150 Years“) – ausschliesslich mit der Geschichte der ersten schwedischen Markenausgabe beschäftigen. Die Themen reichen von der Debatte über die Einführung einheitlicher Posttarife über „Foreign Inspiration for the First Swedish Stamps“ (sehr interessant) bis zu Fälschungen der ersten Ausgabe und Berichten über die Post nach Einführung der Briefmarken in der zeitgenössischen Presse. Ein sehr lesenswerter Band; hervorzuheben sind auch die zahlreichen Abbildungen. Das Buch sollte in Ihrer Bibliothek nicht fehlen!

 

Sveriges Frankotecken 1855–1963 Handbok Sveriges Frankotecken 1855–1963 Handbok
Sveriges Frankotecken 1855–1963 Handbok Sveriges Frankotecken 1855–1963 Handbok
Sveriges Filatelist Förbund (Hrsgb.), Stockholm; Del 1: 1962, Del 2: 1962, Del 3: 1964
 
      Die drei Teile dieses Handbuchs (Abb. oben links: Teil 3) sollten in dem Einband (Abb. oben rechts) eingebunden werden; ich habe sie lose erworben (und lasse das vielleicht noch machen). Dem Handbuch-Charakter des Werkes entsprechend werden sehr viele Hintergrund- und Detail-Informationen vermittelt; die Kapitel etwa über Druck, Papier und Zähnung der Skilling-Banco-Ausgabe liefern interessante Informationen.
      Für mich als Neudruck-Sammler besonders interessant: Teil 3 enthält von den Originalstempeln angefertigte Neudrucke der Ausgabe 1858 (Abb. links; grosses Bild (1271 x 2000 Pixel).

 

Sweden Number One Sweden Number One
Tomas Bjäringer und Gustaf Douglas:
Sweden Number One. The 3 Skilling Banco
James Bendon, Limassol 2005
 
      Der Text aus dem Angebot des Antiquars (→ Philabooks) sagt eigentlich schon Alles:
      Bjäringer/Douglas, Sweden Number One, The 3 Skilling Banco, James Bendon, 2005, das wohl heute seltenste bei James Bendon erschienene, exklusive Werk in Halbleder über die erste Marke von Schweden, enthält sämtliche Aspekte der Marke von den Druckdetails, über Einheiten, Abstempelungen, Seltenheiten, Auslands-Briefe nach Destinationen, Fälschungen, berühmte Sammler und philatelistische Literatur, hier das Exemplar von James van der Linden, Ex. Nr. 117/125 von beiden Autoren signiert, 267 S.
      Dieses Buch war einer der Auslöser für mich, mich überhaupt mit dem Gebiet Schweden zu beschäftigen, und es war von dem Moment an, als ich es in der Hand hielt, klar als einer der drei Titel des philatelistischen Bücher-Trios 2013 gesetzt.

 

Skilling Banco Stamps of Coat of Arms Type Hugo Olsson:
Skilling Banco Stamps of Coat of Arms Type
Royal Swedish General Post Office (Hrsgb.); Postal Museum Communication No. 30, Stockholm 1955
 
      Frei nach Woody Allen könnte man zu diesem Buch sagen „Alles, was Sie immer schon über die Skilling Banco wissen wollten, aber sich nicht zu fragen trauten“. Auf rund 160 Seiten finden Sie hier wirklich Alles über diese Ausgabe: Die Vorgeschichte, Essais, Probedrucke, Druck, Papier, Zähnung, Gummierung, Farben, eine detaillierte Katalogisierung aller Wertstufen und eine ausführliche Darstellung der Neudrucke. Für Freunde dieser Ausgabe ein Muss!

 

Spohr: Grev Sparres Første Prøvetryk af Tre Skill. Banco John Spohr:
Grev Sparres Første Prøvetryk af Tre Skill. Banco
J.H. Schultz A/S. Universitetsbogtrykkeri, København 1934
 
      Diese kleine Broschüre (keine zehn Seiten Text) zeigt in grossen Abbildungen alle vorkommenden Typen der Tre Skilling Banco. Interessant für bibliophile Philatelisten: Gemäss Vermerk im Buch sind 100 nummerierte Exemplare gedruckt worden, bei meinem heisst es allerdings „No.   “. Autorenexemplar?

 

Fimmerstad: Die gelbe Treskilling Lars Fimmerstad:
Die gelbe Treskilling
Argumentor AB, Växjö 2004
 
      Ein wunderschönes Coffee table book mit vielen Abbildungen auf hochwertigem Papier. Inhaltlich ist es ein „Lesebuch“: Es erzählt die spannende Geschichte der Treskilling so fesselnd, dass auch Nicht-Schweden-Sammler Freude daran haben werden. Dieses Buch habe ich schon seit seinem Erscheinen vor knapp zehn Jahren in meiner Bibliothek, und ich habe es – obwohl damals noch ohne jedes Interesse am Gebiet – wirklich genossen.
 
      Eine Vorstellung des Buches nebst der Geschichte der Treskilling finden Sie bei → Glen Stephens.

 

Auktionskatalog David Feldman 1996 Ergebnisliste David Feldman 1996
The Treskilling Yellow. Auktionskatalog David Feldman 8. 11. 1996 und Ergebnisliste
David Feldman SA, Genf 1996
 
      Noch einmal die gelbe Treskilling: Ich konnte ein Exemplar des Auktionskatalogs der legendären Feldman-Auktion 1996 für meine Bibliothek finden. Ein dreissigseitiger Sonderkatalog für eine Marke – das gab es noch nie! (Man wird an legendäre Auktionen wie den Verkauf der ersten → Calibre 89 von Patek Philippe erinnert. Auch damals gab es einen Sonderkatalog für eine Uhr (1).) Das Auktionsergebnis ging allerdings ins Guinness-Buch der Rekorde ein: 2,875 Millionen Schweizer Franken für eine Marke – das gab es auch noch nie! Die Ergebnisliste beginnt dann auch mit einer fünfseitigen Presseschau; diese Auktion erweckte damals internationales Interesse auch in der nicht-philatelistischen Presse. (2010 wurde die Marke, wieder bei Feldman, erneut versteigert; der erzielte Preis wurde nie bekanntgegeben. 2013 kam sie durch einen Privatverkauf wieder in ihre Heimat – ein schwedischer Sammler erwarb diese Weltrarität.)

 

Wise: Stamps of Sweden and Finland Ernest H. Wise:
Stamps of Sweden and Finland. The Earlier Issues
William Heinemann Ltd., London 1975
 
      Wieder eine allgemeine Einführung; earlier issues ist mehr als Klassik: Das Buch umfasst die Ausgaben bis zu den Portrait-Ausgaben Oscar II. Interessant für mich in diesem Band ist die ausführliche Darstellung der Stockholmer Lokalpost und der entsprechenden Marke (Facit Nr. 6).
 
      In gleicher Ausführung („Uniform with …“ auf dem Schutzumschlag) erschien vom selben Autor Stamps of Denmark, Iceland, and Norway. Dieses Buch finden Sie bei der Dänemark-Literatur.

Fussnoten:

  1. The Art of Patek Philippe. Calibre 89.
    Geneva, Hotel des Bergues, Sunday, April 9, 1989;
    Habsburg Feldman, Genf 1989

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Erste Veröffentlichung am 5. Januar 2014, letzte Bearbeitung am 5. Januar 2014.


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