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Logo der Website „Klassische Philatelie“

 

Klassische Philatelie und Postgeschichte und Postgeschichte

Über diese Website

      Diese Seite habe ich ganz bewusst seit dem Start dieser Website im Juni 2005 nicht mehr inhaltlich editiert – an den grundsätzlichen Überlegungen, warum ich diese Site eingerichtet habe, hat sich ja nichts geändert, und auch mein „philatelistisches Weltbild“ ist dasselbe geblieben. Geändert haben sich allerdings einige Rahmenbedingungen, vom Wechsel meiner Arbeitsumgebung (von MacOS X über Windows 7 zu aktuell Windows 10) bis zum inzwischen etablierten Standard HTML 5 statt des 2005 noch aktuellen XHTML 1.0. Nach sechseinhalb Jahren wurden daher einige kleinere Anpassungen durchgeführt. Wiederum knapp zwei Jahre später, im Herbst 2013, erfolgte eine erneute Überarbeitung dieser Seite, nachdem die Inhalte der Site altbriefsammler.ch hier integriert wurden und die Site entsprechend umbenannt wurde. Seither gibt es nur noch kleine aktuelle Anpassungen. Die Ur-Version dieser Seite ist allerdings für diejenigen, die wissen wollen, wie das einmal angefangen hat, immer noch verfügbar (auf HTML 5 umgeschrieben, aber inhaltlich unverändert).

 

Statt eines Vorworts – was treibt uns eigentlich zur Philatelie?

Gebrüder Senfs illustrierter Leitfaden der Briefmarkenkunde
für angehende und vorgeschrittene Sammler
Verlag von Gebrüder Senf, Leipzig 1921

Warum entstand diese Website?

      Wie kam es zur Entstehung dieser Website? Irgendwann suchte ich auf → Google nach Informationen über die brasilianischen „Ochsenaugen“. Das Ergebnis war ernüchternd: Einige wenige Seiten auf postgeschichtlichen Sites erwähnen diese Marken als eine der frühesten Ausgaben überhaupt, aber Details fand ich nirgends. Ansonsten habe ich aus dieser Suche im Wesentlichen nur gelernt, dass es Motorrad-Blinker gibt, die in Fachkreisen als „Ochsenaugen“ bezeichnet werden.

      Der nächste Versuch, auf dem Internet zusätzliche Informationen zu meiner kleinen philatelistischen Bibliothek zu erhalten, endete nicht viel besser: Die Suche nach den Begriffen „Bergedorf Neudruck Moens“ lieferte gerade einmal einen „Treffer“, eine finnische Site mit einer Namensliste philatelistischer Experten.

      Es gibt Websites, die sogar die philatelistisch üblichen Eigennamen bekannter klassischer Ausgaben im Domain-Namen tragen (1). Dort findet man dann in einem Fall ein Hoffnung weckendes Inhaltsverzeichnis, wobei aber nur eine Seite und das Literaturverzeichnis (immerhin – das ist schon selten auf dem Web) tatsächlich existieren und es bei den anderen heisst „Hier entsteht …“ – mit Datum Juni 1999!
      In einem anderen Fall gibt es eine Bildergalerie, aber kein Wort zu der betreffenden Ausgabe. Der Philatelist, der Informationen zur Geschichte dieser Ausgabe, Drucktechnik, Abarten, Portostufen und postalischer Verwendung sucht, sucht vergeblich.

      Offenbar gibt es im Internet, trotz der von Google erfassten 8 058 044 651 Seiten (Stand Dezember 2004; aktuell veröffentlicht Google diese Zahl nicht mehr), noch erhebliche Defizite im Bereich der klassischen Philatelie.
      Ich weiss nicht, woran das liegt; schliesslich findet man zu allen möglichen Hobbys und Freizeitbeschäftigungen heute umfassende Informationen auf dem Web. Sind Sammler klassischer Marken wirklich eine aussterbende Spezies, nach gängigem Vorurteil ältere Herren, zwar gut situiert, aber ohne Interesse an Computern und Internet?
      Oder gehen die engagierten Sammler das nach dem Motto des ehemals berühmten Experten Max Thier an, der auf die Aufforderung, Paul Ohrts „Handbuch der Neudrucke“ gegenzulesen, antwortete „Wenn ich mal privatisiere, dann werde ich gern meine Geschäftsgeheimnisse preisgeben. Heute muss ich sie, soweit wie möglich, für mich behalten!“ (2)?
      Sind die erfahrenen Sammler, wie es auf Neudeutsch heisst, „information holders“ statt „team players“?

      Diese Site ist jedenfalls der Versuch, das bestehende Defizit in bescheidenem Umfang zu korrigieren. Unter „Einleitung“ finden Sie eine Übersicht über verschiedene Aspekte der klassischen Philatelie, die insbesondere für Sammler gedacht ist, die sich erst seit Kurzem mit diesem Gebiet beschäftigen. Ich hoffe, dass auch „alte Hasen“ dort noch etwas für sie Interessantes finden.
      Die Auswahl der übrigen diskutierten Gebiete und Themen ist absolut subjektiv; sie reflektiert meine Sammelgebiete:
      Sie finden viele Informationen über Neudrucke – eines meiner Spezialgebiete und für mich, neben Essais und Probedrucken, das „Salz in der Suppe“ der Philatelie –, und es gibt über ein „kleines“ Gebiet wie Bergedorf relativ viel Material, während die Preussen-, Thurn-und-Taxis- und Sachsen-Sammler von dieser Site vielleicht enttäuscht sein werden. Trotzdem: Wenn auch nur ein Sammler hier eine Information findet, die ihm vorher nicht bekannt war, hat die Site eigentlich schon ihren Zweck erfüllt. Wenn ich vielleicht bei einem Leser (oder einer Leserin) das Interesse an klassischen Marken überhaupt erst wecken kann, wäre das noch schöner.
 

Mein „philatelistisches Weltbild“

      Ich wurde im philatelistisch relativ zarten Alter von 18 Jahren auf den Reiz der klassischen Ausgaben aufmerksam; der Auslöser war ein Buch, das damals als Taschenbuch neu herauskam: Kurt Karl Doberers „Philatelie für Kenner“. (Dieses 1976 erschienene Taschenbuch (3) wie auch die gebundene Ausgabe von 1970 (4) sind heute antiquarisch noch leicht zu finden.)
      Ich bin in meiner Einstellung zur klassischen Philatelie, vom „Gummi-Fetischismus“ bis zum üblen Brauch, Prüfzeichen direkt auf einer Marke anzubringen, sehr stark durch dieses Buch (und später weitere Bücher Doberers) geprägt worden. Nun, es könnte schlechtere Lehrer geben, und nach fast 40 Jahren Beschäftigung mit klassischen Ausgaben habe ich in der Philatelie – im Gegensatz zu vielen anderen Lebensbereichen – noch nie und nirgends einen Grund gesehen, von den Ansichten, die ich mir als junger Mann erworben habe, wieder abzurücken.

      Natürlich wird diese Einstellung zur Philatelie auf meiner Website spürbar; ich will schliesslich nicht ein Handbuch oder einen Katalog verfassen, in denen ein Stil sine ira et studio unabdingbar ist. Neben Fakten – die, was auf Websites leider immer noch die Ausnahme ist, durch entsprechende Literaturangaben belegt sind (5) – ist hier auch Platz für Meinungen. Für mich ist diese Website eine philatelistische Plauderei unter gleich Gesinnten, bei der es auch um das Übermitteln von Informationen geht. Dies muss nicht einseitig bleiben: Ich freue mich über jede E-Mail zum Thema!
 

Kommerz – nein danke!

      Diese Website wird als privates Projekt ohne kommerzielle Interessen betrieben.
      Auf den Seiten finden Sie mein persönliches Logo, aber Sie werden nie irgendwelche Werbe-Banner sehen, und es geht garantiert nie ein Werbefenster auf – den „pop-up blocker“ Ihres Browsers brauchen Sie hier nicht.
      Sie lesen zwar gelegentlich neben Fakten auf diesen Seiten auch meine Meinung, aber diese ist nicht von dritter Seite (finanziell) beeinflusst.

      Reine Link-Listen gibt es auf dieser Site nicht, externe Sites sind im jeweiligen Kontext gelinkt. (Beachten Sie bitte den Hinweis dazu auf der Startseite.)

      Wenn Sie auf Ihrer Site einen Link auf „Klassische Philatelie“ einfügen wollen, freue ich mich natürlich darüber.
      Setzen Sie Links (und Lesezeichen) bitte nur auf die Startseite (http://www.klassische-philatelie.ch/[index.html]). Einzelne Seiten könnten im Zuge von späteren Umstrukturierungen umbenannt werden, und der Besucher-Zähler (der wichtige Informationen liefert, die mir helfen, die Site besser an die Bedürfnisse meiner Leser anzupassen) läuft nur auf dieser Seite. Merci!
 

Die Bilder

      Finden Sie nicht auch, dass viele philatelistische Sites zu kleine Bilder zeigen? Hier soll das anders sein: Ich bemühe mich um mindestens „lebensgrosse“ Abbildungen der besprochenen Marken; das hängt natürlich immer von Ihrem Monitor und der Auflösung ab. In einer Zeit, in der „high speed internet“ Standard ist, kommt es mir dabei auf ein paar Kilobyte mehr oder weniger nicht an.
      Ich habe zu Hause einen 250-MBit-Anschluss, aber keine Sorge: Ich übertreibe es nicht, ich achte immer darauf, dass die Ladezeiten auch mit einem 3-Mbit-Anschluss noch akzeptabel sind (6). Auch Internet-Nutzer mit langsamen Verbindungen können alle Seiten noch mit vertretbaren Wartezeiten laden; manche Angebote bei Internet-Auktionen brauchen länger für den Seitenaufbau.
 

Wieso „Klassische Philatelie und Postgeschichte“?

      Anfangs war diese Website, entsprechend meinen Sammelgebieten, für Sammler klassischer Briefmarken gedacht und damit auf den Zeitraum von 1840 bis etwa 1900 beschränkt. Meine persönliche Entwicklung führte mich über die Aufnahme von Briefen aus dieser Periode in meine Sammlung dann allmählich zeitlich weiter zurück in das faszinierende Gebiet der Postgeschichte (Vormarkenzeit, Altbriefkunde); in den „Gedanken zum Jahreswechsel 2010/2011“ habe ich diese Entwicklung beschrieben.
      Aus dieser neu entflammten Begeisterung heraus habe ich im Sommer 2012 die Website altbriefsammler.ch in Betrieb genommen; leider musste ich feststellen, dass diese Begeisterung nur von einer kleinen Zahl von Philatelisten geteilt wird. Die mehr als enttäuschenden Besucherzahlen auf dieser Site führten im Herbst 2013 dazu, dass ich sie nach gut einem Jahr wieder geschlossen habe. Die Inhalte habe ich allerdings auf klassische-philatelie.ch übertragen, was Anlass zur Umbenennung der Site und zur Aufnahme des Begriffs „Postgeschichte“ war.
 

Sprache und Stil

      Es ist vielleicht ungewöhnlich, dieses Thema in der Einleitung zu einer Website zu erwähnen, aber ich befinde mich in einer sprachlich multikulturellen Situation, die ich vielleicht erklären sollte, um meine Leser nicht zu verwirren.
      Ich kam 1992 als Deutscher in die Schweiz und musste mich erst daran gewöhnen, dass man das Auto vor dem Finanzamt parkiert, dann die Gurten löst, aussteigt und die Steuererklärung in den Briefkasten wirft, damit sie noch innert nützlicher Frist eingereicht ist. Gewisse → Helvetismen haben sicher inzwischen Eingang in meine Alltagssprache gefunden (spätestens mit der Einbürgerung wurde das ja auch selbstverständlich) – meine Leser in Deutschland werden dies hoffentlich verstehen. Dass Sie nirgends (ausser in Zitaten) ein „ß“ finden, ist nicht das Resultat eines falschen Verständnisses der Rechtschreibreform – hier in der Schweiz gibt es das „ß“ einfach nicht, ich habe nicht einmal eine Taste auf der Tastatur meines Rechners, die diesen Buchstaben zeigt.
      Im Übrigen versuche ich,

      Ob es mir gelungen ist, müssen Sie entscheiden!
 

Technische Details

      Eine Übersicht über die Programme, die ich zum Erstellen dieser Seiten benutze, finden Sie auf einer eigenen Seite.

      Damit diese Site mit allen Browsern unter allen Betriebssystemen problemlos lesbar ist, sind sämtliche Seiten in Standard-HTML geschrieben (anfangs in XHTML 1.0, seit Juni 2010 neue Seiten in HTML 5, Umstellung der gesamten Site auf HTML 5 im Januar 2016 abgeschlossen) und entsprechend → validiert, dafür steht dieses Logo Durch das World Wide Web Consortium validierter Code gemäss dem Standard HTML 5. Ich verwende keine proprietären „Tags“ (Layout- und Format-Anweisungen), die z. B. nur vom Microsoft Internet Explorer® richtig interpretiert werden; jeder Browser sollte alle Seiten dieser Site korrekt darstellen. Die Seiten sind in UTF-8 kodiert; sollten Sie bei der Anzeige von Sonderzeichen (€, é, à, ç, £) Probleme haben, informieren Sie mich bitte darüber. Achten Sie bitte ausserdem darauf, dass Sie in Ihrem Browser die Option zur Verwendung von „style sheets“ aktiviert haben.


 

Es war ein langer Weg …

      Die Arbeit an dieser Website begann am 15. August 2004. Da ich nichts Unfertiges ins Web stellen wollte – es muss wenigstens eine vernünftige Basis vorhanden sein, natürlich „lebt“ eine Website und wird kontinuierlich bearbeitet – und da ich nicht sehr viel Zeit für die Recherche und das Schreiben dieser Seiten erübrigen konnte, dauerte es dann bis zum Juni 2005, bis ich klassische-philatelie.ch ins Netz stellen konnte.

      Damit, um aus dem Vorwort eines alten Zumstein-Katalogs (8) zu zitieren,

übergebe ich das Werkchen der verehrlichen Sammlerwelt
mit der Bitte um geneigte Aufnahme und Verbreitung.


Fussnoten:

  1. Suchen Sie doch einmal selbst danach – es ist nicht schwierig …
  2. Kurt Karl Doberer: Kulturgeschichte der Briefmarke. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 1973; S. 161
  3. Kurt Karl Doberer: Philatelie für Kenner. Goldmann Ratgeber Nr. 10601. Wilhelm Goldmann Verlag, München 1976
  4. Kurt Karl Doberer: Philatelie für Kenner. Fackelträger-Verlag, Hannover 1970
  5. Ich zitiere ausschliesslich Literatur, die ich in meiner eigenen Bibliothek habe oder zum Zeitpunkt, als die entsprechende Seite erstellt wurde, hatte.
  6. Diese Übertragungsrate habe ich derzeit bei meinem Smartphone, das sich damit sehr gut als Testgerät eignet. Beim Betrachten dieser Site auf dem kleinen Bildschirm eines Mobiltelefons kam mir sogar schon einmal die Idee, eine zusätzliche Version für mobile devices anzubieten. Das bleibt allerdings Zukunftsmusik, solange die Stylesheet-Anweisung → media="handheld" noch nicht von der Mehrzahl der Endgeräte (bzw. der auf ihnen installierten Browser) zuverlässig unterstützt wird. Ganz ausschliessen möchte ich eine solche Version allerdings für die Zukunft nicht.
  7. Unterhaltsame Lektüre zum Thema ist ein Buch von Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004
  8. Zumstein: Kleiner Spezialkatalog über die Briefmarken der Schweiz. Zumstein & Cie., Bern 1927

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Erste Veröffentlichung am 12. Juni 2005, letzte Bearbeitung am 2. Februar 2017.


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